08.05.2011, 15:09

Pressetext

Unterhaltung

Gamesbranche wünscht sich bessere Presse

Die Gamesbranche sieht sich vor allem von der Medienlandschaft noch nicht voll akzeptiert. Die Berichterstattung sei zwar schon regelmäßig, denn jedes Medium ob Print oder Online hat mittlerweile einen Bereich für Spielekritiken, doch jenseits der Gaming-Fachpresse werden Spiele noch zu kritisch beäugt.
Zu diesem Ergebnis kamen die Disskutanten in einem Panel der heute, Mittwoch, endenden Games Tage in Berlin . Vor allem die sogenannten Shooter sind es, die in der öffentlichen Wahrnehmung stärker wahrgenommen werden als andere Spiele. Dies führt dazu, dass das allgemeine Image von Games etwas leidet. "Wir sehen, dass das Thema Gaming sehr einseitig dargestellt wird", erklärt Falko Böcker, Junior Licensing Manager bei der Axel Springer Tochter gamigo, im pressetext-Interview.
"Für uns ist das Thema jedoch recht spannend, weil es im Online-Bereich derzeit keine festen Regelungen gibt, da der Staatsvertrag nicht zustande kam. Auf freiwilliger Basis kommt er jedoch dennoch zum Tragen. Wir achten bei Onlinetiteln zum Beispiel darauf, dass sie maximal eine Alterseinstufung von zwölf Jahren haben", unterstreicht Böcker.
Insgesamt geht der Experte aber von einem Wandel aus und verweist auf einen Anstieg an seriöser Berichterstattung. "Games fanden ja anfangs kaum Niederschlag in den Medien und wenn doch verhältnismäßig negativ. Doch je älter die Spieler werden, desto mehr wird sich das normalisieren", meint Böcker. So sieht es auch Annika Knipp, PR-Referentin der Games Academy: "Vor allem seit der Wii hat sich die Zielgruppe stark erweitert. Menschen jeden Alters spielen damit. Sogar im Seniorenheim wird damit zum Beispiel gebowlt."
Vor allem in der Aufklärung der Eltern-Generation sieht sie eine Chance, das Image der Gamesbranche zu verbessern. "Auf Infoveranstaltungen zu unseren Ausbildungen richten wir uns auch an die Eltern. Oft können sie mit der Spieleindustrie nicht viel anfangen und wissen gar nicht, dass es sich um eine Zukunftsbranche handelt", berichtet Knipp gegenüber pressetext.
"Die Branche führt ein Nischendasein, obwohl sie längst keine Nische mehr ist sondern ein großer Wirtschaftszweig", verdeutlicht sie. Nach Angaben des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU ) hat die Branche 2010 rund 57,8 Mio. Spiele verkauft. Der Umsatz mit Computer- und Videospielen lag bei 1,86 Mrd. Euro. Überdurchschnittlich stark sei der Umsatz im Segment der Online-Games gewachsen. Um 28 Prozent auf 268 Mio. Euro.
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