Trend
Amazon verkauft mehr E-Books als Bücher
Der Online-Händler Amazon hat erstmals mehr E-Books verkauft als Bücher. Zwar entwickelt sich der Trend zu digitalen Ausgaben hierzulande nur schleppend. In den USA hat der Konzern mit seinem E-Reader Kindle hingegen eine boomende Nische eröffnet und den Bücherabsatz kräftig angekurbelt.
Gebundene Werke wurden von den elektronischen Versionen bereits Mitte des Vorjahres überholt. Früher als erwartet sind die E-Books nun auch an den günstigeren und daher verkaufsstarken Taschenbüchern vorbeigezogen.
Auf 100 im Online-Bookstore verkaufte Taschenbuchausgaben kommen bei Amazon seit Beginn des Vorjahres nach eigenen Angaben 115 E-Book-Verkäufe. Konkrete Verkaufszahlen gibt der Konzern auf Nachfrage von pressetext zwar nicht bekannt. Allein der E-Reader Kindle ging jedoch offenbar millionenfach über den Ladentisch. Darüber hinaus schraubt die für Smartphones und Tablets verfügbare Kindle-Anwendung den E-Book-Absatz nach oben. Der Verkauf gedruckter Taschenbücher ist zudem ebenfalls weiter gestiegen. Mittlerweile setzt Amazon dreimal mehr Kindle- als Hardcover-Bücher ab.
Schätzungen zufolge umfasst der E-Book-Markt in den USA bereits ein Volumen von rund einer Mrd. Dollar - Tendenz weiter steigend. Für traditionelle Buchläden stellen die digitalen Ausgaben damit schon jetzt eine starke Konkurrenz dar. Wie Cnet berichtet, befinden sich die Print-Versionen ab 2011 auf dem absteigenden Ast. Bis 2014 machen E-Books laut Forrester-Prognose etwa die Hälfte des gesamten Büchermarkts aus. Amazon dürfte sich den größten Anteil an dem Geschäft sichern.


