xxx-Domains
Online-Rotlichtbezirk eröffnet noch 2011
In den nächsten Monaten eröffnet im Internet ein virtueller Rotlichtbezirk. Websites mit der gemeinschaftlichen Domain-Endung .xxx sollen dabei mehr Schutz vor Schadsoftware bieten.
Nach mehrjährigen Streitigkeiten zwischen der Internet-Verwaltung ICANN und zahlreichen Porno-Website-Betreibern, soll in wenigen Monaten der Startschuss für die virtuelle Rotlicht-Meile fallen. Die Domain-Endung .xxx soll Webseiten mit sexuellen Inhalten unter einem Dach vereinen und Nutzern mehr Schutz vor Malware garantieren.
Der Betreiber ICM Registry hat heute die Fristen für Domain-Registrierungen gesetzt und hofft, möglichst viele Website-Besitzer von den Vorzügen des Konzepts begeistern zu können. Eine entsprechende Domain ist jedoch nicht ganz billig. Mit 185.000 US-Dollar schlägt allein die Bewerbungsgebühr zu Buche. Der Betrieb, inklusive monatlicher Gebühren dürfte den Schätzungen zufolge mehrere Millionen Dollar jährlich verschlingen. Experten gehen aber dennoch von einer großen Nachfrage aus.
Der Betreiber ICM Registry hat heute die Fristen für Domain-Registrierungen gesetzt und hofft, möglichst viele Website-Besitzer von den Vorzügen des Konzepts begeistern zu können. Eine entsprechende Domain ist jedoch nicht ganz billig. Mit 185.000 US-Dollar schlägt allein die Bewerbungsgebühr zu Buche. Der Betrieb, inklusive monatlicher Gebühren dürfte den Schätzungen zufolge mehrere Millionen Dollar jährlich verschlingen. Experten gehen aber dennoch von einer großen Nachfrage aus.
Stuart Lawley investierte ganze 22 Millionen US-Dollar und hat nun mit seiner Firma ICM Registry den Zuschlag für die Verwaltung der xxx-Domains bekommen. Er sieht in der neuen Kennzeichnung einen klaren Vorteil. Laut Lawley seien Sex-Inhalte im Internet nun klarer ersichtlich und Eltern könnten ihre Kinder mit einem entsprechenden Filter einfacher vor „ab 18“-Websites schützen.
ICM Registry will alle angemeldeten Internet-Präsenzen auf Viren, Würmer und Trojaner prüfen, um Nutzern Malware-Schutz zu garantieren. Kinderpornografie ist auf .xxx-Sites ebenfalls verboten. Bewerber haben im Zeitraum vom 7. September bis 28. Oktober 2011 Gelegenheit, sich eine der Domains zu sichern.
Wie Sex das Internet veränderte
Paris Hilton
Paris Hiltons "Ruhm" (wenn man es denn so nennen will) beruht unter anderem auf "1 Night in Paris", einem Sex-Filmchen aus dem Jahr 2004, das die Milliarden-schwere Hotelerbin beim Geschlechtsverkehr mit ihrem damaligen Freund zeigt und das im Internet die Runde machte. Das Video war über viele Wochen das am häufigsten angeschaute und heruntergeladene Video des Internets. Auch bei den Suchmaschinenenanfragen dominierte 1 Night in Paris.
Paris Hiltons "Ruhm" (wenn man es denn so nennen will) beruht unter anderem auf "1 Night in Paris", einem Sex-Filmchen aus dem Jahr 2004, das die Milliarden-schwere Hotelerbin beim Geschlechtsverkehr mit ihrem damaligen Freund zeigt und das im Internet die Runde machte. Das Video war über viele Wochen das am häufigsten angeschaute und heruntergeladene Video des Internets. Auch bei den Suchmaschinenenanfragen dominierte 1 Night in Paris.
Streaming Content
Bevor man bei Videostreaming überhaupt an Youtube und Konsorten dachte, waren erotische Videos bereits selbstverständlich. Der Drang nach bewegten Sex-Bildern im Internet schuf erst die Basis für leistungsfähiges Videostreaming.
Bevor man bei Videostreaming überhaupt an Youtube und Konsorten dachte, waren erotische Videos bereits selbstverständlich. Der Drang nach bewegten Sex-Bildern im Internet schuf erst die Basis für leistungsfähiges Videostreaming.
Online-Bezahlsysteme
Laut Forrester Research gaben Internetnutzer im Jahr 1999 um die 1,3 Milliarden US-Dollar für Online-Pornos aus. Das waren damals um die acht Prozent des gesamten Internethandelswertes. Im Jahr 2006 machte das Geschäft mit der nackten Haut 2,8 Milliarden US-Dollar aus – bei insgesamt 150 bis 200 Milliarden Dollar Gesamtumsatz im Internet. Der Anteil des Sexhandels ist also mittlerweile gesunken, doch Ende der 90er Jahre war das die Triebfeder für Online-Geschäfte.
Laut Forrester Research gaben Internetnutzer im Jahr 1999 um die 1,3 Milliarden US-Dollar für Online-Pornos aus. Das waren damals um die acht Prozent des gesamten Internethandelswertes. Im Jahr 2006 machte das Geschäft mit der nackten Haut 2,8 Milliarden US-Dollar aus – bei insgesamt 150 bis 200 Milliarden Dollar Gesamtumsatz im Internet. Der Anteil des Sexhandels ist also mittlerweile gesunken, doch Ende der 90er Jahre war das die Triebfeder für Online-Geschäfte.
3G Mobile-Dienste und -Angebote
Ob Pornos im Winzig-Format, die man sich in der U-Bahn auf dem Handy anschaut, wirklich der Brüller sind, sei einmal dahin gestellt. Insbesondere dann, wenn einem der neugierige Nachbar dabei über die Schulter schaut. Doch die Lust auf die Lust treibt auch die Mobilfunkanbieter zu immer schnelleren Datenanbindungen.
Ob Pornos im Winzig-Format, die man sich in der U-Bahn auf dem Handy anschaut, wirklich der Brüller sind, sei einmal dahin gestellt. Insbesondere dann, wenn einem der neugierige Nachbar dabei über die Schulter schaut. Doch die Lust auf die Lust treibt auch die Mobilfunkanbieter zu immer schnelleren Datenanbindungen.
Breitband-Boom
Videos brauchen Bandbreite. Ohne ausreichend Bandbreite machen Sex-Videos keinen Spaß beziehungsweise kommen diese überhaupt nicht durch die Leitung. Im Jahr 2000, also schnelle Breitbandanschlüsse noch keineswegs selbstverständlich waren, gaben fast 20 Prozent der befragten AT&T-Breitbandkunden an, dass sie für Sex-Videos aus dem Internet bezahlen würden. Das war also ein wesentlicher Anreiz für die schnelle Internetverbindung. Für das Jahr 2003 nennen die Marktforscher von Nielsen/NetRatings Musikdownloads und Pornographie als die wichtigsten Faktoren für die Anschaffung eines Breitbandanschlusses in Europa.
Videos brauchen Bandbreite. Ohne ausreichend Bandbreite machen Sex-Videos keinen Spaß beziehungsweise kommen diese überhaupt nicht durch die Leitung. Im Jahr 2000, also schnelle Breitbandanschlüsse noch keineswegs selbstverständlich waren, gaben fast 20 Prozent der befragten AT&T-Breitbandkunden an, dass sie für Sex-Videos aus dem Internet bezahlen würden. Das war also ein wesentlicher Anreiz für die schnelle Internetverbindung. Für das Jahr 2003 nennen die Marktforscher von Nielsen/NetRatings Musikdownloads und Pornographie als die wichtigsten Faktoren für die Anschaffung eines Breitbandanschlusses in Europa.
Browser Hijacking
Domain-Name Hijacking
Der legendäre Streit um sex.com (die Seite erschlich sich 1996 eine nichtberechtigte Person, indem sie dem Registrar vortäuschte, dass sie der rechtmäßige Inhaber sei. Eine lange rechtliche Auseinandersetzung um den Besitz von sex.com war die Folge) ist nur das berühmteste Beispiel dafür, wie wertvoll die verlockendsten und einprägsamten Domainamen sind und wie heftig um sie gestritten wird.
Der legendäre Streit um sex.com (die Seite erschlich sich 1996 eine nichtberechtigte Person, indem sie dem Registrar vortäuschte, dass sie der rechtmäßige Inhaber sei. Eine lange rechtliche Auseinandersetzung um den Besitz von sex.com war die Folge) ist nur das berühmteste Beispiel dafür, wie wertvoll die verlockendsten und einprägsamten Domainamen sind und wie heftig um sie gestritten wird.
Live Chat
Videos und Bilder anschauen ist eine Sache, aber tatsächlich Kontakt mit der sich reizvoll räkelnden Frau am anderen Ende der Internet-Leitung aufzunehmen, ist eine noch ganz andere Dimension. Das verschaffte dem Live Chat den Durchbruch.
Videos und Bilder anschauen ist eine Sache, aber tatsächlich Kontakt mit der sich reizvoll räkelnden Frau am anderen Ende der Internet-Leitung aufzunehmen, ist eine noch ganz andere Dimension. Das verschaffte dem Live Chat den Durchbruch.
Malware
Beim Anblick nackter Haut schaltet so mancher Internetnutzer das Großhirn aus und schiebt alle Sicherheitsbedenken zur Seite - und der Virus schlägt zu. Geradezu typisch sind die Angebote beim Besuch dubioser Seiten, mal schnell einen scharfen Video anzuschauen, indem man einen speziellen, dafür benötigten Video-Codec herunterlädt und installiert. Wer das macht, dem ist nicht mehr zu helfen – ebenso wie so manchem dadurch verseuchten PC nicht mehr zu helfen ist.
Beim Anblick nackter Haut schaltet so mancher Internetnutzer das Großhirn aus und schiebt alle Sicherheitsbedenken zur Seite - und der Virus schlägt zu. Geradezu typisch sind die Angebote beim Besuch dubioser Seiten, mal schnell einen scharfen Video anzuschauen, indem man einen speziellen, dafür benötigten Video-Codec herunterlädt und installiert. Wer das macht, dem ist nicht mehr zu helfen – ebenso wie so manchem dadurch verseuchten PC nicht mehr zu helfen ist.
Pop-Ups, Pop-Unders, Mousetrapping
Wer schon jemals eine typische Pornoseite besucht hat, weiß, wie viele Pop-Ups dort mitunter auf einmal auftauchen und den Bildschirm regelrecht zukleistern.
Wer schon jemals eine typische Pornoseite besucht hat, weiß, wie viele Pop-Ups dort mitunter auf einmal auftauchen und den Bildschirm regelrecht zukleistern.
Spam
Zwischen 2001 und 2002 stieg der Anteil von Spam mit erotischen Inhalten um 450 Prozent. 2003 stand eine von fünf Spam-Mails in Zusammenhang mit Sex. Mittlerweile ist dieser Anteil allerdings etwas rückläufig, unseriöse Kreditangebote und Pillen aus dem Internet überholen den Sex als Spaminhalt.
Zwischen 2001 und 2002 stieg der Anteil von Spam mit erotischen Inhalten um 450 Prozent. 2003 stand eine von fünf Spam-Mails in Zusammenhang mit Sex. Mittlerweile ist dieser Anteil allerdings etwas rückläufig, unseriöse Kreditangebote und Pillen aus dem Internet überholen den Sex als Spaminhalt.
Traffic-Optimierung
Link-Sharing und Kooperationen zwischen Websites sind typischen für die Rotlichtszene im Internet. Fast jede Sex-Seite verlinkt auf verwandte Angebote um so maximalen Umsatz und Traffic zu erzeugen.
Link-Sharing und Kooperationen zwischen Websites sind typischen für die Rotlichtszene im Internet. Fast jede Sex-Seite verlinkt auf verwandte Angebote um so maximalen Umsatz und Traffic zu erzeugen.


