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Twitter will offenbar das 140-Zeichen-Limit kippen

30.09.2015 | 14:11 Uhr |

Das 140-Zeichen-Limit bei Twitter war seit jeher das Markenzeichen des Angebots. Doch damit ist wohl bald Schluss.

Twitter plant offenbar, sich von der selbstgesetzten 140-Zeichen-Beschränkung zu verabschieden. Dies berichtet das Technikportal Re/code unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, die mit den Plänen des Unternehmens vertraut sein sollen.

Die Debatte um die Aufhebung des 140-Zeichen-Limits gibt es bei Twitter schon länger. Interim-CEO Jack Dorsey möchte das Thema wohl nun aktiv angehen. Das Wall Street Journal berichtet gar von einem Projekt „140 Plus“. Man möchte auf Trends wie Facebook oder Medium.com reagieren um die Nutzerzahlen zu erhöhen.

Wie lang die neuen Beiträge sein sollen, darüber wird wohl noch intern diskutiert. Fest steht nur, dass damit das größte Markenzeichen des Unternehmens verschwinden wird. Twitter war seit jeher für seine 140-Zeichen-Limitierung bekannt, diese geht auf die Möglichkeit zurück, per SMS Twitter-Nachrichten zu versenden. Darum hat sich Twitter selbst als Microblogging-Plattform bezeichnet.

Die 140-Zeichen-Begrenzung wurde von Twitter im August zumindest schon einmal für Direktnachrichten gekippt , um sich auch weiterhin mit Social-Media und Messaging-Größen wie Snapchat, WhatsApp oder auch dem Facebook Messenger messen zu können. Dort sind nun 10.000-Zeichen-Nachrichten möglich. Sachin Agarwal, Produktmanager bei Twitter äußerte sich im Twitter-Blog folgendermaßen: „Obwohl Twitter in erster Linie ein öffentliches Erlebnis ist, erlauben Direktnachrichten private Unterhaltungen über Nachrichten, Entwicklungen und Ereignisse auf Twitter. Die heutige Änderung ist ein weiterer großer Schritt, um die private Seite von Twitter noch leistungsfähiger und unterhaltsamer zu machen.“.

Vor allem mit Blick auf den großen Konkurrenten Facebook muss Twitter hinsichtlich der Nutzerzahlen immens aufholen. Erst im August meldete Facebook 1 Milliarde Nutzer an nur einem Tag . Bei Facebook geht man von derzeit 1,5 Milliarden monatlich aktiven Mitglieder aus. Zum Vergleich: Twitter kommt aktuell auf rund 316 Millionen Nutzer.

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