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Verbucht Kundenzuwachs im dritten Quartal

o2 Germany konnte im dritten Quartal 2008 seine Kundenzahl um 15 Prozent auf knapp 14 Millionen steigern. Diese griffen jedoch verstärkt zu preisgünstigen Prepaid-Angeboten, was Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahr schrumpfen ließ.

Der Mobilfunkanbieter o2 Germany kämpft mit den behördlich angeordneten Gebührensenkungen und der Billig-Konkurrenz im Discounter-Segment. Der Mobilfunkumsatz ging im dritten Quartal 2008 um 2,8 Prozent auf 732 Millionen Euro zurück. Nur die DSL-Sparte sorgte für ein kleines Plus. Gemeinsam erwirtschafteten sie 915 Millionen Euro (plus 0,7 Prozent). Der operative Gewinn sank um 2,4 Prozent auf 192 Millionen.

Die Zahl der Kunden stieg in den Monaten Juli bis September um 15 Prozent auf knapp 14 Millionen, davon sind 6,9 Millionen Vertragskunden und 7,1 Millionen Prepaid-Kunden. Großen Anteil am Wachstum hat die Discount-Tochter Fonic. Im nach eigenen Angaben erfolgreichsten Quartal ihrer Firmengeschichte konnte sie 164.000 Kunden für sich gewinnen. Die Gesamtkundenzahl betrug Ende September 580.000.

Das starke Wachstum bei den weniger lukrativen Prepaid-Kunden zeigte Auswirkungen: der durchschnittliche Umsatz pro Kunde sank um 2,50 Euro auf 17,30 Euro. Während Vertragskunden im Schnitt 29 Euro im Monat zahlen (minus 17 Prozent), ist der monatliche Umsatz bei Prepaid-Kunden auf 6 Euro gesunken (minus 13 Prozent). Das lag allerdings nicht an der Zurückhaltung der Nutzer, diese telefonierten insgesamt 4,2 Prozent länger als im Jahr zuvor und verschickten 13 Prozent mehr SMS.

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