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o2 Deutschland-Chef bangt um seinen Posten

o2 Deutschland-Chef Rudolf Gröger muss einem Zeitungsbericht zufolge um seinen Posten fürchten. Die operativen Verluste und die schleppende Sanierung des Netzbetreibers führen zu Unmut beim spanischen Mutterkonzern Telefónica, mit Konsequenzen könnte schon bald zu rechnen sein.

o2 Deutschland-Chef Rudolf Gröger kämpft um seinen Posten. Demnach zeige sich der spanische Mutterkonzern Telefonica von der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung des Netzbetreibers enttäuscht, mit einer Entscheidung könnte schon bald zu rechnen sein. Das berichtet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Konzernchef César Alierta achte penibel auf die genaue Einhaltung der Vorgaben in allen Bereichen, o2 Deutschland verfehlte diese im ersten Quartal deutlich. Das Unternehmen musste in in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahr Verluste bei wichtigen Kennziffern wie Gesamtumsatz, durchschnittlicher Kundenumsatz und Gewinn hinnehmen.

Auch das zweite Quartal verläuft nach Insider-Aussagen kaum besser. Insbesondere das im Oktober 2006 gestartete DSL-Angebot verkaufe sich schleppend: 31.000 Nutzer konnte o2 bis März 2007 für das Produkt gewinnen und liegt damit weit hinter den Erwartungen zurück. Helfen soll jetzt ein strenger Sparkurs, der einem Bericht der FTD zufolge bis zu 1000 Angestellten den Arbeitsplatz kosten könnte.

Unmut regt sich auch über die Tatsache, dass sich Gröger in dieser für das Unternehmen schwierigen Zeit mit zusätzlichen repräsentativen Aufgaben schmückt. Der o2-Chef wird am 22. Juni die Präsidentschaft im Dachverband BITKOM für zwei Jahre übernehmen.

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