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Motorola plant Offensive

18.02.2008 | 13:44 Uhr |

Motorola wird enger mit den Netzbetreibern kooperieren, um gemeinsam mobile Dienste auf den Markt zu bringen. Damit geht der US-Hersteller einen anderen Weg als Marktführer Nokia, der Musik und Spiele im Alleingang verkauft. Zudem sollen durch neue Multimedia-Handys die verlorenen Marktanteile zurückgeholt werden - mit welchen Geräten das gelingen soll, ließ der Hersteller offen.

Motorola wird sich in diesem Jahr auf eine enge Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern konzentrieren, um verlorene Marktanteile im weltweiten Handy-Geschäft zurückzugewinnen. Im Rahmen des MWC 2008 teilte der US-Hersteller in Barcelona mit, gemeinsam mit den Anbietern neue Dienstleistungen für Mobilfunknutzer entwickeln zu wollen: "Wir bewegen uns alle in Richtung Internetbranche", erklärte Motorola Deutschland-Chef Ralf Gerbershagen, dabei seien Musik und Spiele von besonderer Bedeutung. Mit dieser Entscheidung wählt Motorola einen anderen Weg als Marktführer Nokia, der mit seinem Online-Portal Ovi im Alleingang mobile Dienste anbietet und mit den Betreibern konkurriert ( mehr lesen ). "Wir haben eine komplettes Dienste-Angebot; gehen aber nicht an den Endkunden, sondern wenden uns an den Anbieter", so Gerbershagen.

Wichtiger als mobile Dienste ist für Motorola ein umfangreiches Produkt-Portfolio, die Verluste im vergangenen Jahr ( mehr lesen ) sollen durch eine Modell-Offensive ausgeglichen werden. "Wir sind zwar von unserem Höhepunkt beim Handy-Marktanteil etwas runter gegangen, haben aber weiter eine gute Ausgangsposition", analysiert Gerbershagen. In Zahlen bedeutet das: Motorola verzeichnete 2007 einen Absatzrückgang um 26,9 Prozent auf 159 Millionen Handys, der Marktanteil sank auf 13,9 Prozent.

Trotz der Entwicklung zeigt sich der Hersteller zuversichtlich, schließlich habe man noch "vor vier oder fünf Jahren einen Marktanteil von einem Prozent" gehabt und sich "dann auf mehr als 20 Prozent hochgearbeitet". Zwar fehlt dem US-Hersteller ein Zugpferd wie das RAZR V3 , von dem weltweit mehr als 50 Millionen Einheiten abgesetzt wurden - das Gute am Handy-Markt sei allerdings, "dass man mit einem guten Produkt-Portfolio wieder im Spiel ist", so Gerbershagen. Wann das vorgestellt wird, gab der Manager nicht bekannt.

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