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inWestnet-Flatrate sorgt für Ärger

Die Flatrate von inWestnet sorgt für Aufregung. Die Firma bietet Surfern gegen eine Einrichtungsgebühr von 299 Mark eine Flatrate für 148 Mark im Monat an. In letzter Zeit häufen sich allerdings die Vorwürfe, dass die Verträge oft innerhalb der ersten drei Monate von InWestnet wieder gekündigt werden. Gegenüber der PC-WELT wurde der Verdacht geäußert, dass sich der Anbieter über die hohen Anmeldegebühren finanzieren will.

Die Flatrate von inWestnet sorgt für Aufregung. Die Firma bietet Surfern gegen eine Einrichtungsgebühr von 299 Mark eine Flatrate für 148 Mark im Monat an. In letzter Zeit häufen sich allerdings die Vorwürfe, dass die Verträge oft innerhalb der ersten drei Monate von inWestnet wieder gekündigt werden.

Der PC-WELT liegt ein Beschwerdebrief eines Kunden vor, dem ohne Angabe von Gründen schon nach 36 Tagen wieder gekündigt wurde. Die Einrichtungsgebühr ist in diesen Fällen für den Kunden verloren.

Das Unternehmen spricht in einer heute veröffentlichten Stellungnahme davon, dass "Kündigungen gegenüber einigen Flatrate-Kunden" ausgesprochen wurden. Der Hintergrund seien "nachweisliche Verstöße" gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gewesen. "Vertragswidriges Verhalten konnte z. B. in den Bereichen Hackerangriffe, mehrfache Nutzung eines Accounts oder gewerblicher Einsatz nachgewiesen werden", so die Pressemitteilung.

Im Widerspruch dazu steht allerdings eine Kündigungsschreiben, das der PC-WELT vorliegt. Darin kündigt der Flatrate-Anbieter (siehe Glossar) den Vertrag regulär zum Monatsende, was nach den AGBs zwar zulässig ist, aber nicht mit vertragswidrigem Verhalten begründet werden kann. In einem solchen Fall hätte sich das Untenehmen auf einen anderen Absatz berufen müssen, der fristlose Kündigung vorsieht.

Damit scheint erwiesen, dass inWestnet auch regulären Kunden Kündigungen schickt - und das schon nach recht kurzer Zeit. In dem der PC-WELT vorliegenden Fall erfolgte die Kündigung nach fünf Wochen. Für insgesamt etwa acht Wochen Online-Zeit bezahlt der PC-WELT-Leser damit samt Anmeldegebühr rund 600 Mark.

PC-WELT rät allen Vielsurfern, die mir einer Flatrate liebäugeln, beim Vertragsabschluss darauf zu achten, welche Mindestlaufzeiten gelten und ob die Anmeldegebühr bei einer Kündigung verfällt. (PC-WELT, 17.02.2000, tro)

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