iSuppli

Das neue iPad soll nur 316 Dollar in der Produktion kosten

Montag den 19.03.2012 um 15:01 Uhr

von Benjamin Schischka

Das neue iPad.
Vergrößern Das neue iPad.
© Apple
Im Laden kostet das neue iPad mindestens 499 Dollar. In der Produktion nur 316 Dollar. Der Marktforscher iSuppli hat das neue iPad aufgeschraubt und nachgerechnet.
Der Marktforscher iSuppli hat das neue iPad auseinandergenommen und den Materialwert der verbauten Einzelteile geschätzt. Das günstigste neue iPad mit WLAN und 16 GB soll einen Materialwert von 306,05 Dollar haben. Apple verkauft das Tablet für 499 Dollar. Mit Abstand am teuersten ist das Display – es kostet Apple 87 Dollar, schreibt iSuppli. Die teuerste Variante – LTE und 64 GB – koste rein an Material 408,70 Dollar. Apple verkauft diese Version des neuen iPads für 829 Dollar. iSuppli schätzt auch die Montagekosten: Für das WLAN-iPad sollen sich diese auf 10 Dollar belaufen. Beim LTE-Modell seien es 10,75 Dollar.

iSuppli weist darauf hin, dass ihre Schätzung keinerlei Kosten für Software oder Lizenzen beinhalte. Das neue iPad sei außerdem teurer in der Produktion als das iPad 2 zum Zeitpunkt der Markteinführung. Beim 3G-Modell mit 32 GB betrage der Unterschied rund 9 Prozent. Der Hauptgrund liege im Retina-Display des neuen iPads, das deutlich teurer sei als das iPad-2-Display. Aber auch das LTE-Modem, das in Deutschland nicht genutzt werden kann, , spiele eine Rolle – genauso wie der neue Akku. Dieser verfüge über eine größere Kapazität. In unserem Test konnte sich der neue Akku im Vergleich zu iPad 2 trotzdem nicht besser, ja nicht einmal gleich gut schlagen. Das hochauflösende Display ist daran schuld.

Beim Öffnen des neuen iPads fand iSuppli auch heraus, wer die Hardware-Teile für Apple anfertigt. Samsung scheint der größte Zulieferer zu sein. Die Koreaner sollen sowohl das Display als auch den A5X-Chip liefern. Beides zusammen ergebe pro iPad (LTE, 32 GB) einen Wert von 110 Dollar. Und damit habe Samsung einen Materialanteil in Dollar von knapp 30 Prozent. Samsung sei – neben Toshiba und Hynix Semiconductor – auch Lieferant des Speichers. Wer den Akku baut, konnte iSuppli nicht sicher sagen. Nicht auszuschließen ist abermals Samsung. Sollte Samsung auch den Akku liefern, würde der Konzern rund 50% des neuen iPads bauen.

Auch die Webseite iFixit hat das neue iPad auseinandergenommen und die Einzelteile untersucht. Das Interesse von iFixit war aber mehr technischer Natur.

Montag den 19.03.2012 um 15:01 Uhr

von Benjamin Schischka

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