1912948

iRobot bringt stärkere Staubsaug- und Nasswisch-Roboter

10.03.2014 | 08:33 Uhr |

iRobot hat neue Staubsaug- und Nasswisch-Roboter vorgestellt. Die neuen Roomba 870 und 880 sollen jetzt nahezu wartungsfrei sein und mit einer deutlich gesteigerten Saugleistung aufwarten. Der Scooba 450 wiederum besitzt ein komplett überarbeitetes Reinigungssystem, wie der Hersteller verspricht. Update 10.3.: Wir haben in Erfahrung gebracht, weswegen der Roomba 880 deutlich teurer als der 870 ist.

Die neue iRobot Roomba 800er-Serie ergänzt als Highend-Reihe die bestehende Roomba-Familie mit einer laut Hersteller doppelt so starken Saugleistung. Und der ebenfalls neue Nasswisch-Roboter Scooba 450 besitzt einen neuen 3-Stufen-Reinigungs-Prozess, der bis zu 99 Prozent aller Bakterien beseitigen soll.

Roomba 780 und Scooba 390 im Praxistest
 
Die neue Roomba 800er-Serie

Die neue Roomba 800er-Serie besitzt so genannte „AeroForce Extraktoren“ aus Gummi. Diese Extraktoren sollen die Saugleistung im Vergleich zu den Vorgängermodellen verdoppeln. Wobei wir mit der Saugleistung der Vorgänger im Praxistest durchaus zufrieden waren.
 
Erheblich störender empfanden wir damals das Reinigen der Bürsten von Hand. Denn von Zeit zu Zeit muss man die beiden Bürsten von Fusel, Haaren, Staub und sonstigem Unrat befreien. Eine lästige und eher unangenehme Tätigkeit. Genau diese Arbeit will iRobot bei der Roomba 800er-Serie deutlich reduziert haben. Weil sich die Aeroforce Extraktoren gegenläufig bewegen und ein fünf Mal stärkeres Vakuum als Drahtbürstengeräte erzeugen: Staub und Schmutzpartikel würden daher besser angesaugt als jemals zuvor, wie iRobot verspricht.

Roomba 880
Vergrößern Roomba 880
© iRobot

 
Zudem hat die Roomba 800er-Serie um 60 Prozent größere Staubbehälter als die Vorgängermodelle. Auch eine langlebigere Batterie will iRobot den neuen Staubsaugrobotern spendiert haben. Alles andere blieb wie gehabt: Automatisches Erkennen des Verschmutzungsgrades, mehrmaliges Überfahren besonders stark verschmutzter Flächen, die Programmierung der Reinigungszeit und ein bei den etwas hochpreisigeren Modellen vorhandener HEPA-Filter (für Allergiker wichtig) sind auch bei der neuen Roomba-Generation erhalten geblieben.

Roomba 880
Vergrößern Roomba 880
© iRobot

Preise und Verfügbarkeit
 
Die Roomba 800er-Serie ist ab sofort online unter www.irobot.com und bei ausgewählten Einzelhandelspartnern wie Saturn und Mediamarkt erhältlich. Der Preis ist ambitioniert: 629,99 Euro (UVP) werden für Roomba 870 fällig, 729,99 sind es für Roomba 880.

Update 10.3.: Der Grund für den deutlichen Preisunterschied

Der deutlich Preisunterschied liegt darin begründet, weil der Roomba 870 nur über zwei Virtual Walls verfügt, die verhindern, dass der Roboter in „Tabuzonen“ fährt. Der Roomba 880 dagegen verfügt mit seinen beiden Virtual Wall Lighthouses über eine „Raum-zu-Raum-Funktion“. Das heißt: Das Virtual Wall Lighthouse sorgt dafür, dass der Staubsaug-Roboter so lange in einem Raum bleibt, bis dieser komplett gereinigt ist und leitet ihn erst dann in den nächsten Raum weiter. Es kann aber auch gesperrte Bereiche blockieren. Diese „Raum-zu-Raum-Funktion“ hat der Roomba 870 nicht. Selbst wenn man Virtual Wall Lighthouses dazu kaufen würde: Es funktioniert mit diesem Modell nicht.

 
Der Scooba 450
 
Der Nasswisch-Roboter iRobot Scooba 450 verfügt über ein neues 3-Stufen-Reinigungssystem: Er fegt zunächst groben Schmutz zusammen, weicht danach hartnäckige Schmutzflecken auf und scheuert dann mit 600 Bürsten-Umdrehungen pro Minute hinterher. Das Wasser wird direkt während der Reinigung aufgenommen. Auf diese Weise soll der Scooba 450 eine dreimal höhere Reinigungsleistung als seine Vorgängermodelle erreichen. Durch die strenge Trennung von Frisch- und Schmutzwasser soll der neue Scooba außerdem bis zu 99 Prozent der Bakterien vom Boden entfernen.

Scooba 390: Der Roboter schwingt den Wisch-Mopp
 
Zwei Reinigungsmodi sollen dafür sorgen, dass sowohl große als auch kleine Flächen optimal gereinigt werden. Im vollen 40-Minuten-Zyklus schafft das Gerät 28 Quadratmeter. Der 20-Minuten-Zyklus eignet sich dagegen für Flächen bis zu 14 Quadratmeter. Ganz neu ist außerdem die Raum-zu-Raum-Funktion. Sie funktioniert mit denselben separat erhältlichen Funkstationen wie beim Roomba, so dass Zubehör erstmalig auch serienübergreifend genutzt werden kann.

Scooba 450
Vergrößern Scooba 450
© iRobot

 
Der Scooba 450 ist ab dem 1. April online unter www.irobot.com und bei ausgewählten Einzelhandelspartnern wie Saturn und Mediamarkt erhältlich. Auch beim neuen Nasswisch-Roboter gilt, dass der Preis heftig ist: 649,99 Euro (UVP).
 
Das DryDock, das die Trockenzeit des Geräts deutlich reduzieren soll und es gleichzeitig wieder auflädt, wird ab 79,99 Euro zu haben sein.
 
Zu den größten Problemen beziehungsweise Nachteilen, die wir im Praxistest des Vorgängermodells Scooba 390 festgestellt haben, äußert sich iRobot beim neuen Scooba 450 jedoch nicht: Der Scooba 390 fuhr sich im Test relativ leicht fest (im deutlichen Unterschied zum robusteren Roomba), er entwickelte nach einigen Tagen Standzeit einen unangenehmen Geruch und der Wartungsaufwand war beim Scooba größer als beim Roomba. Zudem war Scooba hörbar lauter als Roomba. Inwieweit der neue Scooba 450 diesbezüglich verbessert wurde, sagt iRobot nicht.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1912948