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metaio startet soziale erweiterte Realität

14.11.2009 | 14:37 Uhr |

Der AR-Spezialist (Augmented Reality) metaio hat seine angekündigte AR-Applikation für das iPhone veröffentlicht. Diese erlaubt zwar den Zugriff beispielsweise auf die lokale Google-Suche, ist aber keineswegs ein Browser im engeren Sinne.

"Der Fokus liegt auf einem Community-Ansatz, dass User den Content selbst erstellen", betont metaio-Pressesprecher Jan Schlink im Gespräch mit pressetext. junaio ermöglicht es Nutzern dabei nicht nur, mit dem iPhone standortbezogene AR-Inhalte zu erkunden und zu erstellen. Dank der mit der Gratis-App verbundenen Online-Plattform können User auch ohne Apple-Handy am sozialen AR-Erlebnis von junaio teilhaben. Das Service steht freilich erst am Anfang einer unvermeidlich laufenden Weiterentwicklung. Im Vorfeld gab es Spekulationen, dass metaios Anwendung ein relativ direkter Konkurrent für den niederländischen AR-Browser Layar werden könnte. "Ein Browser im gleichen Sinne wie Layar ist junaio nicht", sagt nun Schlink. Denn wenngleich es Browser-Aspekte gibt, steht bei junaio der soziale Aspekt deutlicher im Vordergrund.

User haben die Möglichkeit, auf Basis von Schnappschüssen animierte 3D-Szenen zu erstellen, mit einem Standort zu verbinden und zu veröffentlichen. Primär dadurch füllt sich junaio mit Inhalten, die von den Nutzern leicht zusätzlich über soziale Netzwerke wie Facebook geteilt werden können. Auch Twitter-Nachrichten oder Weblinks können einfach standortbezogen abgelegt und von anderen Usern erkundet werden. Zum Start ist das Service dabei weitgehend unstrukturiert und unmoderiert. "Das wird so nicht bleiben können", meint Schlink. Zum Beispiel ist geplant, dass sich Nutzer ausschließlich von Freunden erstellte Inhalte anzeigen lassen. Auch könnten Inhalte feiner in einzelne Kategorien strukturiert werden. Auch werde es sicherlich erforderlich sein, Filter gegen bestimmte unerwünschte Inhalte zu implementieren, so Schlink.

Die Weiterentwicklung soll dabei letztendlich Community-getrieben erfolgen. "Es gibt schon jetzt eine gigantische Liste an Feature-Anfragen", sagt der metaio-Sprecher. Welche Funktionalitäten wie schnell umgesetzt werden, soll sich auch daran orientieren, ob diese wirklich von einer breiteren Userzahl erbeten werden. Außerdem sei man sehr für Anfragen offen, hinter denen besonders spannende Ideen für die Nutzung von junaio stecken.

Die kostenlose iPhone-Applikation erfordet zumindest das iPhone OS 3.1. Das Programm gibt es ebenso wie die Online-Plattform zunächst nur in englischer Sprache - was bei der internet-affinen Zielgruppe laut Schlink kein größeres Problem darstellen sollte. Langfristig dürften dennoch auch lokalisierte Versionen folgen. Dringlicher ist wohl, dass mehr User mobil am junaio-Erlebnis teilhaben können. Dazu sind Applikationen für andere Smartphone-Betriebssysteme geplant. Speziell der Marktanteils-Aufsteiger Android sowie Symbian könnten bei entsprechendem Community-Interesse relativ schnell junaio-Umsetzungen bekommen. (pte)

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