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iPhone geknackt: Video zeigt Entsperrung mittels Software-Lösung

29.08.2007 | 10:31 Uhr |

Seit Erscheinen des iPhones hat eine Vielzahl von Hackern versucht, die SIM-Sperre des Geräts zu umgehen. Die Bemühungen sind nun offenbar erfolgreich gewesen. Eine irische Firma hat nun ein Video veröffentlicht, das beweisen soll, dass das iPhone mittels einer Software-Lösung entsperrt wurde und somit auch mit SIM-Karten anderer Mobilfunkprovider genutzt werden kann.

Das iPhone ist geknackt - zumindest wenn es sich bei einem nun veröffentlichten Beweisvideo nicht um eine Fälschung handelt. Darin zeigt John McLaughlin, Gründer der irischen Firma Uniquephones (die sich auf das Entsperren von Handys spezialisiert hat), wie er die Original-SIM-Karte aus dem iPhone entfernt und durch seine Vodafone-Karte ersetzt. Danach tätigt er zwei Anrufe mit dem iPhone, um zu beweisen, dass seine Software-Lösung tatsächlich funktioniert. Das Video wurde laut McLaughlin mit Hilfe einer Handy-Kamera aufgezeichnet, was die schlechte Qualität erklären soll.

Uniquephones entsperrt unter anderem Handys von Nokia und Motorola, rund 60 Prozent der Kunden stammen eigenen Angaben zufolge aus den USA. Dadurch würde sich auch in Sachen iPhone ein gewaltiges Kundenpotenzial ergeben, denn nicht jeder Kunde möchte unbedingt einen Zwei-Jahres-Vertrag mit dem Provider AT&T abschließen, über den das iPhone in den USA exklusiv vertrieben wird.

Das Rennen in Sachen iPhone gewonnen hat allerdings offenbar ein Teenager aus New Jersey. Vergangenen Freitag tauchten im Web erste Berichte auf, demnach es dem 17-Jährigen gelungen sein soll, das Apple-Handy erfolgreich zu knacken. Das SIM-Lock-freie iPhone hat der Teenager mittlerweile gegen ein neues Auto getauscht. Im Gegensatz zu Uniquephones musste zusätzlich zu Änderungen an der Software auch an der Hardware des iPhones gebastelt werden.

Und noch ein Unternehmen namens iPhoneSimFree.com erklärte jetzt, das iPhone erfolgreich mittels einer Software-Lösung entsperrt zu haben. In diesem Fall wurde die Lösung einem Mitarbeiter der Techsite Engadget.com demonstriert.

Ursprünglich wollte McLaughlin die iPhone-Software über seine Website zum Verkauf anbieten, am vergangenen Samstag sollte es losgehen. Ein Anruf der Rechtsanwaltskanzlei O'Melveny & Myers LLP, die AT&T vertritt, ließ ihn jedoch von seinem Vorhaben absehen. Laut McLaughlin haben die Anwälte ihm mitgeteilt, dass sein Unternehmen gegen die Urheberrechte von Apple verstoßen würde, sollte er seine Software zum Verkauf anbieten. Eine Klage wäre dann die Konsequenz gewesen. Ob die Software nun überhaupt nicht angeboten wird, hat McLaughlin aber noch nicht entschieden.

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