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iPhone: Was steckt unter der Haube?

12.02.2007 | 14:53 Uhr |

WLAN, Quadband-GSM und 4- oder 8-GB-Speicher - was den Funktionsumfang von Apples iPhone angeht, sind einige Fakten bekannt. Über das was unter der Haube steckt, um dies alles zu ermöglichen, allerdings nicht. Ein perfekter Tummelplatz also für allerlei Mutmaßungen. Derzeit ist der Prozessor-Lieferant Top-Thema.

Die Frage, wer Prozessoren für Apples iPhone liefern wird, bleibt weiter spannend, auch wenn ein Top-Manager von Arm Holdings jüngst andeutete, dass Apples iPhone geistiges Eigentum seiner Firma beinhalten wird.

Aber der Reihe nach: Arm, in Cambridge ansässig, lizensiert eine Vielzahl an Prozessor-Designs an andere Firmen und Hersteller. Warren East, der President und CEO von Arm, hat nun einem Bericht der EE Times zufolge bestätigt, dass sich "mindestens drei" Arm-Prozessor-Kerne im iPhone befinden.

Ein Sprecher von Arms PR-Agentur in London allerdings wies den Artikel als nicht ganz richtig zurück - sagte aber auch nicht, dass er falsch sei. Der Artikel "basiere auf Spekulationen" und die Firma ARM sei am überlegen, ob sie eine Stellungnahme den Artikel betreffend herausbringen sollte, so der Sprecher.

Das mehr an der Sache mit Arm dran sein könnte, bestätigt sich, wenn man Überlegungen anderer miteinbezieht: So haben diverse Analysten inklusive der Investmentbank Friedman, Billings, Ramsey Group Inc. (FBR) schon kurz nach der iPhone-Ankündigung, Listen von Herstellern zusammengetragen, die für die Lieferung von Komponenten für das iPhone in Frage kommen könnten. Bereits einen Tag nach Steve Jobs Ankündigung auf der Macworld, sagte FBR, dass Samsung Electronics Co ein möglicher Kandidat für den Applikations-/Video-Prozessor sein könnte. Und Samsung hat eine ganze Palette an Prozessor-Technologie von Arm lizensiert.

Auch Didier Scemama, ein Semiconductor-Analyst mit ABN AMRO Bank NV in London, meint, dass Arm-Kerne im iPhone Einzug halten werden: Im Samsung-Prozessor, im Wi-Fi-Chip von Marvel Technology und im GPRS/EDGE Baseband Chip von Infineon Technologies. Wie er zu diesen Schlüssen kommt, wollte Scemama aber nicht verraten. Der Einsatz von drei Kernen (so die Überlegung weiter) wäre auch nicht allzu bedeutsam für Arm, deren Technologie bereits in vielen anderen mobilen Endgeräten zum Einsatz kommt. Beispielsweise in Produkten von Nokia, so Scemama. Und andere Analysten teilen seine Einschätzung. "Wenn Arm-Kerne so gebräuchlich in Mobiltelefonen und anderen Klein-Geräten sind, warum sollten sie nicht im iPhone zum Einsatz kommen", sagt Roger Kay, President der Endpoint Technologies Associates.

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