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Patent offenbart Apples Stalking-Pläne

27.04.2011 | 17:33 Uhr |

Erst gestern wiegelte Apple-Chef Steve Jobs die Vorwürfe zur geheimen Übertragung der Standort-Daten von iPhone- und iPad-Nutzern ab. Heute offenbart ein Patent, welche Pläne Apple mit diesem Vorgehen tatsächlich verfolgt.

Vor Ostern machte Apple negative Schlagzeilen. Branchen-Insider gaben auf einer Konferenz bekannt, dass Apple auf iPhone und iPad die Standort-Daten von Nutzern mitloggt und dann an das Unternehmen überträgt – ohne die Smartphone- und Tablet-Besitzer über diesen Umstand zu informieren. Gestern bezog Firmenchef Steve Jobs Stellung und beteuerte, dass Apple niemanden überwache und die übermittelten Daten nicht nutzen werde.

Dass diese Aussage wohl nicht ganz der Wahrheit entspricht, offenbart ein Patent, das der Apple Senior Engineering Manager Ronald Huang im vergangenen Monat angemeldet hat. Dabei handelt es sich um so genannte „Location Histories“, die von Apple-Geräten aufgezeichnet und dann von unterschiedlichen Apps genutzt werden können – auf eine Weise, wie sie Datenschützer und Apple-Kritiker fürchten.

Eine der Applikationen loggt beispielsweise den aktuellen Standort des Nutzers mit und verknüpft diesen mit Finanz-Transaktionen. Die gesammelten Daten können laut dem Patent auch mit anderen Ereignissen wie beispielsweise E-Mail-Verkehr oder Telefonaten in Verbindung gebracht werden. Das Dokument offenbart in diesem Zusammenhang eine gigantische Datenbank, die das Unternehmen aktuell halten will.

Seit Bekanntwerden des Spionage-Skandals laufen Datenschützer Sturm. Die Staatsanwaltschaft in Illinois hat heute Klage gegen Apple erhoben und Senator Al Franken hat sich in einem Brief an den Kulthandy-Hersteller gewandt.

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