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Apple zahlt Schadenersatz für Standortdaten-Speicherung

Donnerstag den 14.07.2011 um 17:33 Uhr

von Denise Bergert

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© apple.com
Im Zuge des Daten-Skandals um die unwissentliche Standortdaten-Speicherung von iPhone-Nutzern, hat Apple einem südkoreanischen Smartphone-Nutzer Schadenersatz gezahlt.
Vor wenigen Wochen war Apple in die Kritik von Datenschützern geraten. Das Unternehmen hat ohne das Wissen seiner Kunden, Standort-Daten von iPhone-Besitzern aufgezeichnet. Viele verärgerte Smartphone-Besitzer hatten daraufhin Klage gegen den US-Konzern eingereicht. In dieser Woche erging eine erste gerichtliche Anordnung über eine Schadenersatz-Zahlung.

Laut dem 36-jährigen Kläger aus Südkorea hätte die unwissentliche Speicherung seiner Standort-Daten seine Persönlichkeitsrechte verletzt und psychischen Stress ausgelöst. Das zuständige Gericht forderte Apple zu einer Schadenersatz-Zahlung in Höhe von einer Million Won (rund 664 Euro) auf. Der Konzern kam der Auflage umgehend nach und bestätigte heute, dass die Zahlung bereits erfolgt sei.
iPhone 4 im Test
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Der Kläger Kim Hyung Suk forderte nun rund drei Millionen iPhone-Nutzer in Südkorea dazu auf, ebenfalls Klage gegen Apple einzureichen. Bereits im April ging eine Sammelklage von 29 Betroffenen bei einem Gericht in Seoul ein.

Apple entschuldigt sich für Datenspeicherung

Der Daten-Skandal wurde durch zwei britische Forscher ausgelöst, die vor knapp vier Monaten aufgedeckt hatten, dass iOS4-Geräte die Standort-Daten ihrer Nutzer sammeln. Diese Daten werden in einer unverschlüsselten Datei auf der Hardware abgelegt. Apple entschuldigte sich kurz nach Bekanntwerden für den Vorfall und beteuerte, dass es sich dabei um einen Software-Fehler handle. Über ein Update wurde die Schwachstelle inzwischen ausgemerzt.

Donnerstag den 14.07.2011 um 17:33 Uhr

von Denise Bergert

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