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Apples Sicherheitschef ist zurückgetreten

07.11.2011 | 15:15 Uhr |

Apple hütet seine Technologie wie einen Augapfel. Doch trotz der Bemühungen sind in über einem Jahr zwei geheime Prototypen von iPhones in die Öffentlichkeit geraten. Nun wirft der Sicherheitschef mehr oder minder freiwillig das Handtuch.

Ex-FBI-Agent John Theriault, welcher seit 2007 für die Sicherheit bei Apple verantwortlich war, geht nach eigenen Angaben in den Ruhestand. Anderen Medienberichten und bekannten Blogs zufolge ist der Rücktritt die Konsequenz aus dem Verlust von zwei geheimen iPhone-Prototypen.

Den ersten Fauxpas erlaubte sich ein Mitarbeiter im März 2010. Dieser ließ ein Vorserienmodell des iPhone 4 in einer Bar in Redwood, Kalifornien liegen. Das Gerät wurde an den bekannten IT-Blog Gizmodo verkauft, welcher wiederum die Bilder im Blog online stellte.
Das zweite Missgeschick während Theriaults Amtszeit passierte im Juli 2011, als ein Prototyp des damals noch unveröffentlichten iPhone 4S in einer Bar in San Francisco vergessen wurde. Besonders der Verlust des 4S-Modells soll für den Rücktritt ausschlaggebend gewesen sein.

Hausdurchsuchung von Apple-Mitarbeitern?

Der iPhone 4S Prototyp konnte elektronisch zu einem Mann namens Sergio Calderon zurückverfolgt werden. Apple entsandte eigene Sicherheitsleute, um das Telefon sicher zu stellen. Begleitet wurden sie von vier Polizeibeamten in Zivilkleidung. Sergio Calderon stimmte der Hausdurchsuchung zu nach dem ihm angedroht wurde, mit einem offiziellen Durchsuchungsbefehl zurückzukehren. Die Durchsuchung wurde aber nur von den Apple-Mitarbeitern durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt war sich Calderon jedoch gar nicht bewusst, dass es sich um Apple-Mitarbeiter handelte, da sie ebenfalls in Zivil auftraten. Den Apple-Mitarbeitern hätte Calderon nach eigenen Angaben den Zutritt nämlich verwehrt. Die Suche blieb erfolglos und die Aktion ist bis heute noch ungeklärt.

Apple iPhone 4S im Test


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