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Apple wegen Empfangsproblemen verklagt

05.07.2010 | 12:05 Uhr |

Das Empfangsproblem des iPhone 4 hat jetzt auch juristische Folgen für Apple. Das Unternehmen wurde von fünf verschiedenen Anwaltskanzleien an drei US-Gerichten verklagt.

Den größten Umfang hat eine Sammelklage der kalifornischen Anwaltskanzlei Kershaw, Cutter & Ratinoff LLC . Sie wurde schon von über 1000 verärgerten iPhone-4-Besitzern kontaktiert, wie das Silikon-Valley-Klatschblatt Valleyvag berichtet.

Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, Fehler im Design und der Fertigung des iPhone 4 begangen zu haben, den Kunden wider besseren Wissens defekte Geräte verkauft zu haben und ihnen die zustehenden Garantieleistungen verweigert zu haben.

Beim iPhone 4 sinkt die Sende- und Empfangsqualität rapide, wenn das Telefon auf eine bestimmte Art in die Hand genommen wird. Das Phänomen ist zwar bei allen Handys zu beobachten, doch beim iPhone 4 ist der Signalverlust extrem stark. Das führt dazu, dass Telefonate unterbrochen werden und die Datenverbindung abreißt, selbst wenn eigentlich noch guter Empfang ist.

In einem kürzlich veröffentlichten Schulungsdokument wurden die Service-Mitarbeiter angewiesen, das iPhone 4 nicht wie gewöhnlich während der Garantiezeit umzutauschen, wenn sich die Kunden wegen dieses Empfangsproblems beschweren. Auch das Anbieten eines kostenlosen Schutzrahmens, eines sogenannten Bumpers, wurde untersagt.

Ähnlich wie KCR argumentieren auch die Kanzleien Ward & Ward PLLC und Charles A. Gilman LLC vor dem Bezirksgericht Maryland, wie das Technik-Blog gizmodo.com berichtet. Sie beziehen aber auch den US-Netzbetreiber AT&T ein, der das iPhone 4 exklusiv anbietet. Außerdem gibt es noch zwei Einzelklagen von verärgerten Nutzern, die ebenfalls am Bezirksgericht Nord-Kalifornien eingereicht wurden.

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