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Werbeverbot in Großbritannien

Das iPhone 3G feiert bald einen Verkaufsrekord. In den ersten sieben Wochen wird Apple sechs Millionen Stück seines neuen Handys verkaufen. Beim ersten Modell brauchte der Hersteller noch ein knappes Jahr, um diese Stückzahl abzusetzen. Unerfreulich ist für Apple das Werbeverbot in Großbritannien. Dort wird das iPhone 3G mit falschen Versprechen beworben.

In der kommenden Woche feiert Apple einen neuen Verkaufsrekord: Sechs Millionen iPhone 3G hat das Unternehmen dann nach eigenen Schätzungen innerhalb von nur sieben Wochen weltweit verkauft. Allein am ersten Wochenende nach Erscheinen des Smartphones gingen über eine Million Stück des neuen Apple-Handys über die Ladentische. Beim ersten Modell dauerte das 74 Tage. Auch die Lieferschwierigkeiten gehören bald schon der Vergangenheit an. Das Technikmagazin Techcrunch.com schreibt, dass der Produzent des iPhone 3G, Foxconn, seine Kapazität bereits auf 800.000 Einheiten pro Woche erhöht hat. Die Businessweek schrieb kürzlich sogar von 150.000 Stück am Tag.

Bei dem iPhone der ersten Generation benötigte Apple knapp ein Jahr, um sechs Millionen Geräte zu verkaufen. Trotz der enormen Nachfrage darf man sich von der Absatzsteigerung nicht täuschen lassen, schließlich wurde das erste Modell fast sechs Monate nur in den USA angeboten. Erst am 9. November 2007 kam es auch in anderen Ländern, darunter Deutschland, auf den Markt. Das iPhone 3G wurde hingegen gleich zum Start in 21 Ländern verkauft und am 22. August in weiteren 20 Märkten eingeführt.

Das Werbeverbot in Großbritannien ist für Apple hingegen unerfreulich. Zwei Fernsehzuschauer beschwerten sich bei der Werbeaufsichtsbehörde Advertising Standards Authority (ASA), weil Apple mit falschen Angaben wirbt. Hintergrund ist die fehlende Unterstützung der Web-Techniken Java und Flash. Sie sind für die korrekte Darstellung vieler Internetseiten wichtig. Trotzdem wirbt der Hersteller mit der Aussage, auf dem iPhone 3G seien alle Teile des Internets erreichbar. Das Werbeverbot wird erst aufgehoben, wenn Apple seine Reklame überarbeitet.

Bis Java und Flash auf dem iPhone verfügbar sind, kann noch einige Zeit vergehen. Im März 2008 teilten Sun und Adobe mit, dass sie mit Apple verhandeln und sich bemühen, rasch eine Einigung zu finden. Die beiden Software-Unternehmen wollen ihre Programme kostenlos im App Store anbieten, stoßen aber auf Probleme bei der Integration der Applikationen in das iPhone.

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