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Netzbetreiber schuld am Schneckentempo?

26.08.2008 | 15:19 Uhr |

Seit seiner Markteinführung beschwerten sich Nutzer über die mangelnde UMTS-Geschwindigkeit des iPhone 3G. Tests lassen darauf schließen, dass es an der fehlenden Netzabdeckung liegen könnte.

Zumindest ergab ein Test der Kollegen von Macworld , dass die Verbindungsgeschwindigkeit stark vom Standort des Nutzers abhing. Nun ging das IT-Magazin Wired einen Schritt weiter. In einem weltweiten Aufruf wurden der iPhone-Nutzer nach ihren Erfahrungen mit UMTS-Verbindungen befragt. Das Ergebnis: Die UMTS-Geschwindigkeit variiert stark. Verantwortlich scheint dafür aber nicht das iPhone zu sein. Vielmehr liegt das Problem wohl auf Seiten der Netzbetreiber.

Unter anderem fand Wired in der nicht wissenschaftlich angelegten Bestandsaufnahme heraus, dass das Netz in Australien mit rund 759 Kilobit pro Sekunde am langsamsten ist. Am schnellsten ist es in Deutschland und in den Niederlanden: Hier werden um die 2000 Kilobit pro Sekunde erreicht. In den Vereinigten Staaten traten während der Tests die häufigsten UMTS-Ausfälle auf. Allerdings muss man fairerweise erwähnen, dass die meisten Umfrageteilnehmer aus den USA stammten.

Wired kam außerdem zu dem Ergebnis, dass im Großstadtbereich UMTS zwar besonders verbreitet, das Netz aber häufig überlastet ist, was zu langsamen Verbindungen führt. Am schnellsten war das Netz von T-Mobile mit durchschnittlich 1822 Kilobit pro Sekunde, gefolgt von Rogers and Fido in Kanada. Auf Platz drei lagen gleichauf AT&T, Telstra, Telia und SoftBank.

Auf seiner Website stellt Wired die gesammelten Daten zur Verfügung. Unterm Strich bleibt festzuhalten. Die UMTS-Probleme des iPhones werden wohl nur die Apple-Partner beseitigen können – und bis die Betreiber ihre Netze langsam aufgerüstet haben, kann es noch einige Zeit dauern.

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