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Slate PC mit Windows 7 enttäuscht

12.03.2010 | 14:22 Uhr |

Microsoft will mit dem Slate PC das Apple iPad kontern. Doch ein erster Test des Windows-7-Tablet-PCs fiel offensichtlich enttäuschend aus.

Nach der Ankündigung des iPad durch Apple scheinen die kleinen Tablet-Computer der nächste große Trend zu sein. Microsoft konterte bereits die Gerüchte über das Apple-Tablet mit einem eigenen Touchscreen-Rechner. Mit Windows 7 ausgestattet, verspricht er die volle Funktionalität, die man vom PC oder Laptop gewohnt ist. Das IT-Magazin Wired durfte sich ein solches Slate genauer anschauen. Der Tester Charlie Sorrel ist allerdings reichlich enttäuscht.

Als Testgerät kam nicht das HP Slate , sondern ein Prototyp der französischen Firma Stantum zum Einsatz, einem Spezialisten für Multitouch-Lösungen. Das Modell hat die Ausstattung eines Netbooks, hat aber statt einer Tastatur einen 10 Zoll großen Touchscreen. Das erste, was Wired bemängelte, ist das Gewicht. Der Slate PC von Stantum wiegt zwar nur knapp über 1 Kilogramm und ist damit kaum schwerer als das iPad mit seinen 0,73 Kilo, doch das scheint bereits zu viel, um es in allen Lebenslagen bequem zu benutzen.

Das wirkliche Problem des Tablets ist nach Meinung von Wired jedoch nicht sein Gewicht oder die Größe, sondern das Betriebssystem Windows 7. Das System ist hardware-hungrig und die Touchscreen-Unterstützung ist generell nicht gut umgesetzt. Auf dem 10-Zoll-Display sind die Symbole und Bedienfelder so klein, dass sie mit dem Finger kaum zu bedienen sind. Sie müssen außerdem pixelgenau angesteuert werden, wie man es normalerweise mit der Maus macht. Auf der virtuellen Tastatur sei schwerer zu schreiben, als auf dem kleinen Touchscreen des iPhone , so das Magazin.

Außerdem wurden lange Ladezeiten bemängelt, ebenso lahme Reaktionen der Software und die Verwendung von Sondertasten wie F11 für die Bedienung, die auf dem tastaturlosen PC allerdings nicht zur Verfügung stehen. Den Touchscreen bezeichnet Wired dagegen als sehr reaktionsfreudig, obwohl Stantum sich für ein resistives Panel entschieden hat. Auch die vom Hersteller zusätzlich installierte Software ließ sich einfach bedienen.

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