iPad & Galaxy Tab

Apple verklagt Samsung auf 2,5 Milliarden Dollar

Dienstag den 31.07.2012 um 11:29 Uhr

von Benjamin Schischka

Apple und Samsung vor Gericht
Vergrößern Apple und Samsung vor Gericht
© iStockphoto.com/blackred
Apple will über 2,5 Milliarden Dollar von Samsung und kämpft nun vor Gericht um das Geld. Die Begründung: Samsung habe das iPhone und das iPad kopiert.
Samsung widerspricht den Kopier-Vorwürfen Apples und klagt im Gegenzug Apple an, die Kalifornier hätten gegen Samsungs Patente verstoßen – insbesondere einige 3G-Patente scheinen dabei im Fokus zu stehen. Im Silicon Valley kommt es nun zum Showdown vor Gericht. Nachdem die zehnköpfige Jury mittlerweile feststeht, räumte das Gericht Apple und Samsung je 1,5 Stunden für das Eröffnungsplädoyer ein mit der Bedingung, beide Plädoyers müssten am gleichen Tag gehalten werden. Mit dem Beginn der eigentlichen gerichtlichen Auseinandersetzung der Rivalen rechnet man daher erst um die Mittagszeit am Dienstag kalifornischer Zeit.


Richterin Lucy Koh verspricht den Juroren einen „sehr interessanten Fall“. Die potentiellen Jury-Mitglieder waren aber ebenfalls sehr interessant: Ein Kryptologe der Marine im Ruhestand (sein Sohn fährt Rennautos), ein Pizza-Bote mir iranischen Wurzeln (Hobby: freie Politik), ein Ingenieur mit über 125 angemeldeten Patenten, eine Vorschul-Leiterin (besitzt kein Handy und will nichts mit sozialen Netzwerken zu tun haben), ein Apple-Angestellter (gab zu, dass er seinen Arbeitgeber gerne gewinnen sähe) und ein Vater eines Apple-Mitarbeiters (er soll gesagt haben, Apple sei Teil der Familie). Unsere amerikanische Schwester-Zeitschrift PC World kommentiert : eine typische Auswahl von Leuten aus Nordkalifornien.


Die potentiellen Juroren wurden vor dem Verfahren befragt, um eventuelle Verbindungen mit Apple, Samsung oder Google ans Tageslicht zu bringen. Apple wollte gegen einen Google-Mitarbeiter als Jury-Mitglied Einspruch erheben. Richtern Lucy Koh soll diesen jedoch abgelehnt haben mit den Worten: „Er sagt, er werde fair und objektiv sein“. Außerdem sei er Apple-Kunde – er besitze zwei iPads, ein Galaxy Tab 7, einen iPod Touch, ein MacBook Air, einen Mac Mini, einen Mac Pro und er benutze auf der Arbeit ein MacBook Pro. Koh soll ihm gesagt haben, dass er gut für die Wirtschaft sei. Auch spätere Versuche seitens der Anwälte, den Google-Mitarbeiter aus der Jury zu bekommen, schmetterte Koh ab. Apple setzte daraufhin sein Recht ein, einen potentiellen Jury-Kandidaten auszuschließen – und der Google-Mitarbeiter schaffte es doch nicht in die Jury.

Dienstag den 31.07.2012 um 11:29 Uhr

von Benjamin Schischka

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