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Erleichterung für dicke Finger

29.08.2010 | 15:39 Uhr |

Menschen mit dicken Fingern kommen mit technischen Geräten, die sich über kleine Tasten bedienen lassen, nur schwer zurecht. Besonders japanische Sportler wie beispielsweise Sumo-Ringer kämpfen mit diesem Problem.

Das hat der japanische Sumo-Verband Nihon Sumo Kyokai nun erkannt und beschlossen, die 51 Sumo-Trainingsbetriebe mit iPads auszurüsten. Wenn es darum geht Smartphones zu bedienen, bedeutet das eine große Herausforderung für die stämmigen Sumo-Kämpfer. Da kommt Apples iPad mit seinem Touchscreen gerade richtig - und Nihon Sumo Kyokais Beschluss iPads an die Kämpfer zu verteilen erst recht.

Laut dem Sumo-Verband soll damit die Kommunikation zwischen Ringern, Trainern und Verbandsvertretern verbessert werden. "Bei einem Fax kann man nie sicher sein, ob die Nachricht auch wirklich angekommen ist, aber bei E-Mails können wir das sicherstellen", so der Verband. "Außerdem lassen sich iPads herumtragen."

Ein weiterer Grund für die plötzliche Großzügigkeit sind die Wettskandale in Japan, die so manch hoch angesehenen Sumo-Ringer in ein schlechtes Licht rücken. Die Kämpfer hätten verbotenerweise auf Spiele der nationalen Baseball-Liga gewettet. Illegale Wetten kann man nicht verhindern und die Behörden können dies nur schwer nachverfolgen. Sumo-Ringer kommunizieren kaum über Medien, höchstens über Telefon und Fax, woraus man kaum jemandem auf die Schliche kommen kann.

(pte)

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