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Macht HTML5 Adobe Flash überflüssig?

04.02.2010 | 12:45 Uhr |

Apple verzichtet auf Flash-Support beim Apple iPad. Steve Jobs hält Flash für zu buggy – da stellt sich die Frage: Sollte man auf Flash besser generell verzichten?

Die Flash-Gegner, zu denen auch Apple-Chef Steve Jobs gehört , verweisen immer gerne auf den neuen HTML5-Standard, der unter anderem Videos mit eigenen Elementen unterstützt und Flash diesbezüglich ablösen könnte. Youtube, das einst ganz auf Flash setzte, bietet mittlerweile auch experimentellen HTML-5-Support zum Betrachten seiner Videos an .

Derzeit hat Flash allerdings einen enormen Marktanteil . Nicht nur Werbeagenturen schätzen die - von den Website-Besuchern oft als nervig empfundenen - Möglichkeiten von Flash. Auch eBooks und redaktionelle Inhalte werden mitunter im Flashformat veröffentlicht, weil sich damit oft eine ansprechende und intuitive Benutzerführung realisieren lässt.

HTML5 und dessen Video-Element ist aber im Unterschied zu Flash ein herstellerunabhängiger Webstandard, den jeder nutzen kann und den die modernen Browser immer mehr unterstützen (wobei der Umfang aller Features von HTML5 von Browser zu Browser schwankt), wie unsere Schwesterpublikation PC-World betont . Flash ist fest mit dem Hersteller Adobe verbunden, genauso wie der Flash-Konkurrent Silverlight zu Microsoft gehört.

HTML 5 könnte beide proprietäre Standards überflüssig machen, was Webprogrammierern Planungs-Sicherheit und Unabhängigkeit von bestimmten Herstellern verspricht. Und gegebenenfalls erhebliche Lizenzkosten spart. Denn wer mit den professionellen Entwicklertools von Adobe ansprechende Flash-Animationen erstellen will, muss dafür bezahlen. Gleiches gilt für professionelle Silverlightentwickler, die zu Expression Web oder Expression Studio greifen müssen.

Adobe kann gegenüber HTML5 Flash nur das Überleben sichern, wenn es die Möglichkeiten von Flash deutlich erweitert und ihm dadurch einen spürbaren Vorteil verschafft.

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