20.09.2012, 19:03

Michael Söldner

iOS 6

Apples neuer Maps-Dienst wird heftig kritisiert

©apple.com

Der Umstieg von Google Maps auf einen eigenen Kartendienst in iOS 6 wird nicht von allen Apple-Nutzern positiv aufgenommen.
Mit der gestrigen Auslieferung von iOS 6 steigt Apple auf seinen mobilen Endgeräten auf einen eigenen Kartendienst um, der auf Daten von TomTom basiert. Im Gegenzug stehen die bislang verfügbaren Kartendaten von Google Maps nicht mehr zur Verfügung. Diese Änderung sorgt bei vielen Nutzern für Frust: Die Karten seien ungenau, oft befänden sich Städte sogar an der falschen Stelle. Weiterhin würden viele Gebiete von einer geschlossenen Wolkendecke verhüllt, wichtige Bauwerke seien teilweise in Flussläufen platziert.

Apple hat zu diesen Vorwürfen noch keine Stellung bezogen. TomTom verweist indes darauf, dass man lediglich für die zur Verfügung gestellten Kartendaten verantwortlich sei, nicht jedoch für deren Integration in das Betriebssystem. Allein auf dem iPhone hätte das Unternehmen bislang 1,4 Millionen Navigations-Apps verkauft, der Großteil der Kunden sei mit diesen Anwendungen zufrieden.
iOS 6 ist da: Alle Details zu den Neuerungen - Neue Version

Alle Besitzer aktueller iOS-Geräte sind nach dem Update auf iOS 6 auf den neuen Kartendienst beschränkt. Eine Auswahlmöglichkeit besteht nicht. Alternativ können Nutzer jedoch über ihren Browser weiterhin auf das Kartenmaterial von Google Maps zurückgreifen. Eine eigenständige App im Apple App Store ist bislang jedoch noch nicht verfügbar.
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