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Facebook-Nutzern werden eigene Email-Adressen aufgezwungen

Sonntag den 15.04.2012 um 14:03 Uhr

von Denise Bergert

© Facebook
Im Laufe der nächsten Wochen soll jeder Facebook-Nutzer eine eigene @facebook.com-Email-Adresse beim sozialen Netzwerk bekommen – ob er will oder nicht.
Wie Facebook am Wochenende in einer offiziellen Meldung mitteilte, beginnt das soziale Netzwerk in den nächsten Wochen mit der automatischen Zuweisung von hauseigenen Email-Adressen für seine Nutzer. Jeder registrierte User bekommt dabei eine Adresse mit seinem Benutzernamen und der facebook.com-Endung. Das Feature steht zwar bereits seit zwei Jahren auf freiwilliger Basis zur Verfügung, wird im April nun jedoch zur Pflicht.

Die Ziele, die der Konzern damit verfolgt scheinen offensichtlich. Mit eigenen Email-Adressen beim sozialen Netzwerk läuft noch mehr Kommunikation über die Facebook-Server und die Plattform könnte sich stärker als Kommunikations-Hub etablieren. Dem Social-Netzwork-Profil wird dabei eine Mail-Schnittstelle hinzugefügt, über die Emails nach „draussen“ verschickt und Nachrichten von fremden Email-Providern empfangen werden können. Diese werden dann jedoch in einem gesonderten Ordner, von den Facebook-Freunden getrennt, angezeigt.

Laut der deutschen Facebook-PR-Agentur werden die Facebook-Adressen jedem Nutzer zugeteilt, ganz egal, ob er von dem Service Gebrauch machen will oder nicht. Das größte Problem dürften dabei die Nutzer-Namen darstellen. Bei 850 Millionen Facebook-Mitgliedern weltweit, werden zahlreiche User bei ihren Adressen wohl Abstriche machen müssen, da es sonst zu Dopplungen kommen könnte. Facebook will die Gelegenheit nutzen und seine Benutzernamen vereinheitlichen. Welche Änderungen damit genau auf die Mitglieder zukommen, ist allerdings noch unklar.

Fiese Facebook-Fallen - So schützen Sie sich
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Sonntag den 15.04.2012 um 14:03 Uhr

von Denise Bergert

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (10)
  • kalweit 20:02 | 15.04.2012

    Zitat: X.MAN
    Also besteht Hoffnung,


    Das ganze Sozialdings hat einen Haken: bis dato existieren kaum bis keine unabhängigen Möglichkeiten, den Erfolg von Kampagnen aussagekräftig zu messen - schon gar nicht bei sog. Fanseiten. Das öffnet natürlich den Agenturgeiern Tür und Tor, mit Heilsversprechen den seriösen Firmen für Gesichtsbuchengagements (u.ä.) das Geld aus der Tasche zu ziehen. Bis der Kunde merkt, dass dies nichts bringt, dauert es mangels Erfolgskontrolle seine Zeit.

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  • mike_kilo 19:45 | 15.04.2012

    Zitat: Purzel11
    ..
    Einzige Konsequenz Raus aus Facebook
    .....
    Naja, gar nicht erst bei Fratzenbuch einsteigen! erscheint mir besser geeignet.
    Aber wer schon reingestolpert ist, dem hilft vielleicht 3x täglich vor dem Surfen einwerfen :

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  • X.MAN 19:39 | 15.04.2012

    Zitat: kalweit
    Erste Studien zeigen nämlich genau das.



    Also besteht Hoffnung, dass der Unsinn mit Fratzebuch sich dann von selbst erledigt...

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  • kalweit 19:26 | 15.04.2012

    Zitat: dnalor1968
    Und wann platzt dann diese Blase?


    ...wenn sich die Erkenntnis bei den Werbetreibenden durchsetzt, dass man mit Gesichtsbuch weder Kunden werben noch Geld verdienen kann (bis auf wenige Ausnahmen). Erste Studien zeigen nämlich genau das.

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  • Purzel11 19:20 | 15.04.2012

    Datenkrake Facebook

    http://www.pcwelt.de/forum/images/smilies/sorry.gif
    Einzige Konsequenz[FONT="Impact"][/FONT][SIZE="4"] Raus aus Facebook[/SIZE]
    Vielleicht erinnert sich noch jemand an George Orwell. Zwar später als vorhergesagt, aber ziemlich real

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