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ePost überlaufen

28.06.2000 | 21:06 Uhr |

Der Mailservice der Deutschen Post ePost ist nicht in der Lage, die große Zahl von Neuanmeldungen zu bearbeiten. Die Homepage und der Anmeldeprozess arbeiten deshalb noch nicht zuverlässig. Bis Dienstag Mitternacht hatten sich bereits 23.000 neue User registriert. Eine Sicherheitslücke, durch die das Passwort im Klartext verschickt wurde, sei mittlerweile behoben.

Der Mailservice der Deutschen Post ePost ist überlaufen. Bis Dienstag um Mitternacht hatten sich bereits 23.000 neue User registriert. Die Server für die Neuanmeldung von Accounts können nicht jede Anfrage korrekt bearbeiten und liefern häufig Fehlermeldungen.

"Man rennt uns die Server ein" umschreibt Nils Becker, leitender Produktmanager von ePost, die Situation. "Das Problem liegt beim Anmeldeprozess: das Tool hält den Ansturm nicht aus. Wer ein Account hat, wird aber mit einem zuverlässigen System bedient" erklärte Becker gegenüber der PC-WELT.

Tatsächlich aber funktioniert schon das Aufrufen der Startseite in Tests der PC-WELT im Moment nicht zuverlässig. Unabhängig von der Netzanbindung scheinen Rechner auf NT-Basis weniger Schwierigkeiten damit zu haben als Win 9x-Systeme.

ePost war zusätzlich unter Kritik geraten, weil Passwort und Benutzername von Kunden bei jeder Session im Klartext verschickt wurden. Sie waren im Normalfall zwar nicht zu sehen, bei Fehlermeldungen konnten sie jedoch auf dem Bildschirm auftauchen. Das Problem ist mittlerweile behoben. "Das Problem ist de facto nicht mehr existent. Wir haben die entsprechende Software ausgetauscht."

Auch neue Rechner wurden bereits installiert, um die neue Software mit ausreichender Rechenleistung unterstützen zu können. (PC-WELT, 28.06.2000, meh)

ePost: Accounts verschwunden, Passwort als Klartext (PC-WELT Online, 27.6.2000)

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