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Motorola bestreitet Killer-Software

19.07.2010 | 12:02 Uhr |

Motorola hat auf die Vorwürfe geantwortet, das Unternehmen verwende in seinen Android-Smartphones einen Chip, der die Geräte zerstören würde, sobald man ein verändertes Betriebssystem darauf zu installieren versucht.

Der Verdacht auf eine Killer-Software wurde laut, weil der Hersteller das Aufspielen von sogenannter gemoddeter Firmware durch ein System unterbindet, das eFuse genannt wird.

Wie Motorola in seiner Stellungnahme erklärt, würden die Sicherheitsmaßnahmen und speziell der eFuse-Chip die Handys keinesfalls funktionsunfähig machen. Wenn ein Motorola-Smartphone versucht, ein nicht zertifiziertes Betriebssystem zu laden, "geht es nur in den Recovery-Modus." Installiert man wieder die Original-Software des Herstellers, "kann es ganz normal gestartet werden."

Die Überprüfung auf zertifizierte Software sei gängige Praxis in der Industrie, erklärt Motorola. Neben dem Droid X habe eine ganze Reihe weiterer Android-Smartphones einen gesicherten Bootloader. Das ist ein Programm, das den Start des Betriebssystems einleitet. Der Check gebe dem Nutzer die Sicherheit, nur getestete Software und Updates zu erhalten und soll ihn vor potentiell schädlicher Software bewahren.

Der Einsatz von Sicherungen hatte bei Android-Fans für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. Man habe das Gerät schließlich ordnungsgemäß gekauft und könne nun damit machen, was man wolle, so ihre Sicht der Dinge. Dazu gehöre auch die Möglichkeit, jegliche Firmware zu installieren. Diese Freiheit sollte nicht durch eFuse und andere Mechanismen eingeschränkt werden.

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