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Computer-Begriffe in der Alltagssprache

07.02.2008 | 12:13 Uhr |

Der Eintritt ins digitale Zeitalter hat die deutsche Sprache um einige Begriffe reicher gemacht. Zwar werden sie nicht von jedermann als echte Bereicherung angesehen, dennoch setzen sie sich mehr und mehr durch.

Vor allem junge Menschen, die häufig moderne technische Geräte, Multimedia-Anwendungen und das Internet nutzen, sind für den Einzug neuer Begriffe ins Deutsche verantwortlich. Das Wort "simsen" ist die umgangssprachliche Beschreibung für das Versenden von Kurznachrichten (SMS) per Handy. Sogar den Weg in den Duden hat es geschafft. Dasselbe gilt für das Verb "voten", das gern in Zusammenhang mit Abstimmungen über das Internet oder per SMS verwendet wird. Der Begriff leitet sich vom Englischen "to vote" ab, was nichts anderes als "abstimmen" heißt.

Etwas mehr Erklärungsbedarf erfordert das Wort "voipen". Es beschreibt den Vorgang des Telefonierens per Internet. Die Technik nennt sich in der Fachsprache "Voice over IP", kurz VoiP, woraus sich die Wortschöpfung ableitet.

Wird etwas abgesagt, nennt sich das auf "Neudeutsch" heute "canceln". Zwar war der Begriff schon vor dem Computer-Boom in der Luftfahrt bekannt, denn er beschreibt das Absagen von Flügen. In der Alltagssprache hat sich das Wort aber vor allem wegen der englischen Programm-Buttons mit der Aufschrift "cancel" eingebürgert, die in der gängigen Software zu finden sind. Soll eine Lage sondiert werden, wird sie neuerdings oft "gescannt", was nicht zuletzt auf die weite Verbreitung von Scannern für Bilder zurückzuführen ist.

Als Synonym für "an etwas denken" oder "etwas gedanklich parat haben" hat sich der Spruch "etwas auf dem Schirm haben" etabliert. Er hat sich ursprünglich einmal darauf bezogen, dass Inhalte auf dem Monitor angezeigt werden.

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