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Großteil des Webtraffics ist weiterhin nichtmenschlich

03.02.2015 | 10:52 Uhr |

Dass sich nicht nur Menschen im Netz herumtreiben und Traffic verursachen, ist nichts Neues. Schon immer teilten sich menschliche und nichtmenschliche Nutzer die Datenautobahn. Weiterhin haben Bots jedoch die Oberhand.

Das Sicherheitsunternehmen Incapsula untersucht seit drei Jahren den Anteil, den Menschen und Bots am Webtraffic haben. Für das Jahr 2014 kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass immerhin 56% des Website-Traffics durch nichtmenschliche Nutzer verursacht wurden. Zu den Bots zählen die guten Jungs wie beispielsweise Suchmaschinen-Bots, aber auch bösartige Vertreter wie Bots für automatisierte Hacker-Angriffe, DDoS-Attacken, Spam oder sonstige Betrugsmaschen. In Summe hielten sich gut- und bösartige Bots in etwa die Waage, 27% des gesamten untersuchten Webtraffics stammten laut Incapsula von gutartigen Bots und 29% von bösartigen.
 
Je nach Größe der untersuchten Website unterscheidet sich auch die prozentuale Verteilung zwischen menschlichem und nichtmenschlichem Traffic. So wird laut Incapsula bei einer kleinen Seite (1000 Besucher pro Tag) 80,3% des gesamten Traffics über Bots verursacht, während es bei den Big Playern mit über einer Million Visits pro Tag nur noch 52,3% sind.
 
Wie es sich für eine Untersuchung eines auf Sicherheits-Software spezialisierten Unternehmens gehört, weist Incapsula natürlich darauf hin, dass der Anteil der so genannten „Impersonator Bots“ seit drei Jahren kontinuierlich ansteigt. Bei dieser Bot-Gattung handelt es sich um so unfreundliche Kerlchen wie gefälschte Suchmaschinen-Bots, Bots mit browserähnlichem Verhalten, DDoS-Bots, Spionage-Bots und ähnlichem.
 
Auf dem Rückzug hingegen befinden sich RSS-Bots (gutartig). Incapsula sieht hier einen möglichen Grund im Bereich Social Media, der immer mehr klassisches RSS verdrängt. Dieser Rückgang ist laut Unternehmen auch ein Grund dafür, dass der Gesamtanteil des nichtmenschlichen Traffics im Vergleich zu 2013 zurückgegangen ist. Damals lag der Wert der Bots noch bei über 60%.
 
Die Untersuchung basiert auf Datenmaterial von 15 Milliarden Visits (Menschen und Bots) über einen Zeitraum von 90 Tagen zwischen dem 2. August 2014 und dem 30. Oktober 2014. Die Daten wurden von über 20.000 Websites erhoben, die mit Sicherheits-Software von Incapsula geschützt waren.

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