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Nach Bild.de sperrt auch Geo.de Adblocker-Nutzer aus

22.10.2015 | 16:52 Uhr |

Weitere Verlage folgen dem Beispiel von Bild.de und sperren die Adblocker-Nutzer. Auf Bild.de folgt nun Geo.de von Gruner + Jahr.

Auch Geo.de hat am Donnerstag damit begonnen, die Nutzer von Adblockern auszusperren. Das berichtet die Medien-Fachsite Horizont. Damit folgt der Verlag Gruner + Jahr dem Beispiel des Axel-Springer-Verlags, dessen Bild.de in der vergangenen Woche eine Anti-Adblocker-Initiative gestartet hatte, bei die Nutzer von Adblockern dazu aufgefordert werden, den Werbeblocker abzuschalten, um auch weiterhin auf die Inhalte des Portals zugreifen zu können. Alternativ erhalten die Nutzer das Angebot, gegen Bezahlung eine werbefreie Version von bild.de aufzurufen.

Ähnlich sieht auch das Angebot bei Geo.de aus. Auch hier erhalten die Adblocker-Nutzer einen Hinweis zur Deaktivierung des Werbeblockers. Alternativ können sie für 0,99 Euro einen werbefreien Tageszugang und für 4,99 Euro einen werbefreien Wochenzugang erwerben. Zur Bezahlung wird das Micropayment-System von Laterpay eingesetzt, bei dem die Nutzer Leistungen zunächst in Anspruch nehmen können und erst später zum Bezahlen aufgefordert werden.

Bei der Aktion soll es sich um einen Testlauf handeln, der später auch auf weitere Angebote des Verlags Gruner + Jahr ausgeweitet werden könnte. Zu diesen Angeboten gehört unter anderem Stern.de. Im Rahmen des Testlaufs soll das Bewusstsein der Adblock-Nutzer geschärft werden und gemessen werden, wie viele Adblocker-Nutzer der Aufforderung zur Abschaltung nachkommen oder für die werbefreie Version der Website bezahlen.

Aber auch andere Verlage scheinen mit der Anti-Adblocker-Initiative zu sympathisieren. So soll laut Horizont auch Spiegel Online "ähnliche Schritte" planen.

Adblock Plus ist der populärste Werbeblocker und kann von Anwendern gratis genutzt werden. Die Betreiber von Websites, die nicht wollen, das ihre Online-Werbung vom Plugin geblockt wird, können in ein Whitelisting aufgenommen werden, wenn sie dafür bestimmte Regeln bei der Auslieferung von Werbung einhalten. Das nennt sich dann "Acceptable Ads". Größere Websites müssen aber auch zusätzlich Geld dafür bezahlen, worüber sich der Adblock-Plus-Betreiber Eyeo finanziert.

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