19.07.2012, 17:05

Denise Bergert

aQuantive-Kauf

Microsoft drohen erste Verluste in 26-jähriger Firmengeschichte

©Microsoft

Microsoft könnte im vierten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres erstmals in seiner 26-jährigen Firmengeschichte Verluste verbuchen.
Wenn Microsoft morgen die aktuellen Ergebnisse für das vierte Quartal seines Geschäftsjahres bekannt gibt, rechnen Branchen-Experten erstmals mit Verlusten in der 26-jährigen Firmengeschichte der Redmonder. Anlass dazu könnte der gefloppte Kauf des Online-Werbedienstes aQuantive im Jahr 2007 geben. Microsoft hatte das Unternehmen für 6,3 Milliarden US-Dollar erworben. Die Akquisition sollte eigentlich dazu dienen, Werbetreibende von Google, Microsofts größtem Rivalen in diesem Sektor, wegzulocken.
Doch während Googles Einfluss auf dem Online-Werbemarkt in den vergangenen Jahren ein massives Wachstum verbuchen konnte, machte Microsofts Online-Abteilung Verluste in Milliarden-Höhe. Die aQuantive-Kaufsumme wird sich voraussichtlich in diesem Jahr in voller Höhe in Microsofts Geschäftsergebnissen widerspiegeln.
Das Minus von 6,3 Milliarden US-Dollar wäre dabei so massiv, dass es die Microsoft-Gewinne im Zeitraum von April bis Juni 2012 gänzlich auslöschen könnte. Branchen-Experten hatten für das vergangene Quartal Gewinne in Höhe von 5,3 Milliarden US-Dollar vorausgesagt. Sollte Microsoft die aQuantive-Abschreibung durchführen, würde das Geschäftsergebnis des Redmonder Konzerns erstmals in der 26-jährigen Firmengeschichte negativ ausfallen.
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