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"Linux braucht ein Killer-Game"

14.10.2013 | 11:34 Uhr |

Laut Battlefield-Entwickler DICE braucht Linux nur ein einziges "Killer"-Game, um sich im Massenmarkt als feste Größe neben Windows etablieren zu können.

Mit nur einem "Killer"-Game könnte Linux seinen Weg als Betriebssystem erster Wahl in die breite Masse finden, sagt der DICE creative director Lars Gustavsson gegenüber Polygon.com . DICE ist der Entwickler der sehr beliebten Multiplayer-Shooter-Reihe Battlefield. Die erste Xbox habe mit "Halo" ein solches Games gehabt, fährt Gustavsson fort und lobt Linux als das beste Betriebssystem für Server. Es sei einfach, an Linux heranzukommen; doch erst mit einem Top-Spiel haben viele einen Grund dafür, sagt Gustavsson.

Dass ein starkes Zugpferd bei der Verbreitung eines System sehr hilfreich ist, zeigen auch andere Fälle. So konnte EA seine anfangs sehr unbeliebte Spieleplattform Origin nicht zuletzt dank Battlefield 3 auf den Markt drücken. Wer Battlefield 3 spielen möchte, muss Origin installieren. Und bei Steam spielte Half-Life 2 dieses Zugpferd. Heute ist Steam die führende Spieleplattform. Ob die Zugkraft eines Spieles aber heute ausreicht, um ein Betriebssystem zu etablieren, lässt sich daraus nicht zwangsläufig ableiten.

Auch Valve hat Interesse an Linux für Spieler. Der Half-Life-Entwickler hat eigens dafür einen Blog ins Leben gerufen, auf dem die Entwickler ihre Fortschritte und Pläne kundtun. Erste Früchte gibt es bereits zu ernten. So hat Valve im Februar 2013 das Linux-Steam mit zahlreichen Spiele-Schnäppchen gestartet. Und mit SteamOS hat Valve ein eigenes Betriebssystem auf Linux-Basis für Spieler angekündigt. Dieses soll zusammen mit neuen Konsolen PC-Spiele ins Wohnzimmer tragen.

Würden Sie komplett auf Windows verzichten, wenn Linux sein Spiele-Angebot ausbauen kann? Oder müsste Linux erst AAA-Exklusiv-Titel bieten, damit Sie dauerhaft wechseln?

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