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Zwölf "goldene Regeln" zum Gebrauch von Suchmaschinen

Zwölf "goldene Regeln" sollen Internetnutzern den Umgang mit Suchmaschinen erleichtern.

Vor allem sollten die Nutzer den Suchergebnissen nicht blind vertrauen, rät Prof. Marcel Machill von der Universität Leipzig. Keine Suchmaschine kenne das gesamte Internet, sondern immer nur einen Teil. Zudem seien sie in der Regel kommerziell orientiert. "Dass der Internetnutzer sich dadurch besser im Internet zurecht findet, ist ein netter Nebeneffekt." Die Regeln sind von Landesanstalt für Medien (LfM) Nordrhein-Westfalen jetzt als Broschüre herausgegeben worden.

Der Nutzer müsse sich darüber klar sein, dass nicht alles, was ihm die Suchmaschine als Suchergebnis präsentiere, auch wirklich von ihm gesucht wird. "Schnell landet man auf Seiten mit Propaganda oder Pornografie", so der Experte. Auch landeten ahnungslose Surfer schnell auf "Abzocke-Seiten". Daher sollte man immer mit Ruhe und Sorgfalt und möglichst mit mehr als einer Suchmaschine an die Suche gehen.

Informationen: Im Internet ist die Broschüre unter dieser Adresse (PDF-Format) zu finden.

Die zwölf goldenen Regeln nach Prof. Machill:

1. Verlassen Sie sich nicht auf eine Quelle.
2. Achten Sie auf versteckte Werbung.
3. Hüten Sie sich vor "Spammern" im Netz.
4. Denken Sie bei der Auswahl aus der Suchmaschinenliste an Viren und den Schutz dagegen.
5. Lesen Sie den Vorschautext gut durch.
6. Geben Sie Wucher-Websites keine Chance.
7. Trauen Sie niemals der erstbesten Information - es könnten Verleumdung und Propaganda dahinter stecken.
8. Schützen Sie Ihre Kinder beim Suchmaschinengebrauch.
9. Vorsicht bei Wörtern mit Doppelbedeutung und bei Tippfehlern - auch so können Ihre Kinder ungewollt auf Pornoseiten landen.
10.Vertrauen Sie nicht allein dem Jugendschutzfilter bei den Suchmaschinen.
11.Zeigen Sie Ihren Kindern Alternativen zu den allgemein bekannten Suchmaschinen.
12.Nachrichtensuchmaschinen sind weder neutral noch vollständig.

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