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Zwiespalt bei den Drosslungsplänen der Telekom

26.04.2013 | 20:42 Uhr |

Die Meinungen über die geplante DSL-Drosselung der Telekom gehen auseinander. Der Branchenverband Bitkom verteidigt sie sogar...

Bernhard Rohleder, der Geschäftsführer des Branchenverbandes Bitkom, hat sich in einem Interview mit dem ARD-Morgenmagazin für die Drossleungs-Pläne der Telekom eingesetzt. Nach Rohleders Argumentation sei es für den Verbraucher eigentlich nichts Neues, da er bei mobilen Datentarifen ohnehin schon standardmäßig eine Drosselung gewohnt sei. Rohleder erwartet auch keine Nachteile bei der Vermarktung von DSL, schließlich seien Mobil-Tarife auch mit einer Deckelung sehr erfolgreich.

Ganz anders sieht das der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi). Er warnt in einer Pressemitteilung ausdrücklich vor der Aushebelung der Netzneutralität, die zu Wettbewerbsverzerrung und Innovationshemmnissen führe. „Wenn der Carrier den Netzverkehr kontrolliert und entscheiden kann, welche Dienste bevorzugt und welche gedrosselt werden, verletzt das den freien Zugang zum Internet zugunsten eigener, kommerzieller Interessen und die Wahlfreiheit des Konsumenten wird empfindlich gestört", schreibt Dr. Oliver Grün, Präsident von BITMi. Die gedrosselte Datenrate komme einer faktischen Sperrung gleich. „Die Telekom wagt damit einen Vorstoß zulasten der gesamten deutschen Wirtschaft und gegen Fortschritt und Innovation."

Kommentar zur DSL-Sperre: Liebe Telekom, das sehe ich nicht ein!

Anfang der Woche hatte die Telekom angekündigt, ab 2016 ihre DSL-Verträge ähnlich eines mobilen Datentarifs zu drosseln. Ausgenommen von dieser Deckelung sind Telekom-eigene Dienste wie die Unterhaltungsplattform Entertain.

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