10.10.2011, 15:20

Matthias Buchta

Sicherheit

Zwielichtiger YapBrowser feiert sein Comeback

Abermals verspricht der Entwickler, YapBrowser sei sicher. ©Polylooks

Der Internetbrowser YapBrowser ist wieder da. Früher wurde dieser Browser von der umstrittenen Spionage-Softwarefirma Zango gefördert. Yap fiel in vielerlei Hinsicht negativ auf.
YapBrowser war dafür bekannt, Spyware auf dem Rechner zu installieren. Laut Wikipedia konnte der Interessierte eine „Yap-Erwachsenenversion“ von einer nicht näher genannten russischen Seite herunterladen. Dort hat er schließlich Werbung für kinderpornografische Seiten vorgefunden. Allerdings war das nicht das Einzige, was den User erwartet hat.
Damals wie heute verspricht der Entwickler, der Browser biete hundertprozentige Sicherheit und der Nutzer brauche sich wegen YapBrowser keinerlei Sorgen zu machen. Im April 2006 widerlegten laut Computerworld IT-Spezialisten diese Behauptung. Zwar sei der Browser keine klassische Schadsoftware, die unter anderem Viren auf den Heim-PC einschleuse; sie weise jedoch einige Verhaltensweisen von Spionagesoftware auf. 2009 verurteilte die U.S. Federal Trade Commission (FTC) das verantwortliche Unternehmen Zango schließlich zu einer Geldstrafe von 3 Millionen US-Dollar (rund 2.230.000 Euro).
Daraufhin wurde der YapBrowser nicht mehr angeboten. Nun gelingt mit Hilfe einer nicht näher genannten Firma aus Großbritannien aber die Wiedergeburt. Dem Sicherheitsforscher Chris Boyd bereite es Kopfschmerzen, dass YapBrowser wieder zurück sei und offensichtlich genauso gefährlich sei wie damals. Der Browser ist „nutzlos“, „dubios“, oder einfach als Mist, zitiert Computerworld einige Experten.
Ob der Entwickler sein Versprechen bei der neuen Version von YapBrowser hält, dürften viele User aber bezweifeln.
 
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