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Zweifel an Piraterie-Studie der BSA

11.04.2003 | 11:49 Uhr |

Anfang April veröffentlichte das Marktforschungsinstitut IDC eine Studie bezüglich der weltweiten Software-Piraterie und den positiven, ökonomischen Auswirkungen einer Eindämmung des Problems. Die Zahlen für die Untersuchung lieferte die BSA. Nun werden jedoch Zweifel an dem Material laut.

Anfang April veröffentlichte das Marktforschungsinstitut IDC eine Studie bezüglich der weltweiten Software-Piraterie und den positiven, ökonomischen Auswirkungen einer Eindämmung des Problems. Demnach betrage die derzeitige Raubkopie-Quote in Deutschland 34 Prozent. Eine Senkung der Quote auf 24 Prozent würde in Deutschland bis 2006 40.000 neue Arbeitsplätze schaffen (wir berichteten). Die Zahlen für die Untersuchung lieferte die BSA.

Unsere Kollegen von "Computerworld Neuseeland" nahmen sich den Ergebnissen für das Land der Kiwis an. Für Neuseeland geht die Studie von einer Raubkopie-Quote in Höhe von 26 Prozent aus. Eine Senkung auf 16 Prozent würde der dortigen IT-Branche zu einem Umsatzplus von aktuell vier Milliarden Neuseeländische Dollar (2,02 Milliarden Euro) auf 5,4 Milliarden Neuseeländische Dollar (2,73 Milliarden Euro) verhelfen. Zudem würden 1000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Des weiteren gibt die BSA, zu deren Mitgliedern Microsoft, Adobe, Borland und Symantec gehören, an, dass in Korea eine um 22 Prozent reduzierte Raubkopie-Quote der dortigen Software-Industrie zu einem Wachstum von 20 Prozent verholfen habe.

Die Zahlen sind durchaus beeindruckend, doch es werden Zweifel an der Zuverlässigkeit der Höhe der einzelnen Raubkopie-Quoten laut.

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