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Zweifel am Zeitplan für Windows Vista

03.05.2006 | 12:09 Uhr |

Die Analysten des Marktforschungsinstituts Gartner hegen Zweifel an der Machbarkeit des Vista-Zeitplans und gehen von einem Erscheinungstermin zwischen April und Juni 2007 aus. Microsoft hält dagegen. Gute Gründe für ihre Positionen führen beide Parteien ins Feld.

Während Microsoft eine recht gute Erfolgsgeschichte in Bezug auf das Einhalten von Veröffentlichungs-Terminen bei kleineren Überholungen von Betriebssystemen vorweisen kann, sieht die Sache bei größeren, komplexeren Arbeiten wie beispielsweise Windows Vista wesentlich anders aus. Das ließen jetzt die Analysten von Gartner verlauten. In einem am Montag veröffentlichten Bericht prophezeien sie weitere Verzögerungen bei Windows Vista.

Dazu führen sie unter anderem Windows 2000 ins Feld. Bei dem ursprünglich auf den Namen Windows NT5 getauften System wurde die Entwicklung "problematisch", da diverse Anforderungen noch sehr spät im Entwicklungsprozess hinzugefügt wurden, so Gartner. Diese Entwicklungsänderungen begründeten den Zeitraum zwischen dem Release der Windows 2000 Beta 2 im August 1998 und dem finalen Release von Windows 2000 im Dezember 1999. Immerhin 16 Monate vergingen. "Man sollte niemals überschätzen wie stark Microsoft die Komplexität und notwendige Zeit, um ein neues Client OS zu liefern, unterschätzt", so die Marktforscher.

Windows XP, das Gartner als eine "eher kleinere Veröffentlichung basierend auf Windows 2000" charakterisiert, benötigte dagegen gerade einmal fünf Monate, um seinen letzten Schliff zu bekommen - von seiner zweiten Beta bis zur Veröffentlichung der finalen Version im Oktober 2001. Windows 98 Second Edition und Windows Millennium Edition kamen ebenfalls "größtenteils pünktlich" heraus, urteilt Gartner.

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