2133360

Ein Kino.to-Pirat zu hoher Geldstrafe verurteilt

13.10.2015 | 14:33 Uhr |

In Leipzig wurde das Urteil im Prozess gegen zwei Männer gefällt, denen die Verbreitung von Raubkopien über Kino.to zur Last gelegt wurde.

Update, 13.10.2015: Am Dienstag hat das Amtsgericht Leipzig nun das Urteil über die beiden Männer gefällt, die über Kino.to mehr als 50.000 Raubkopien verbreiteten. Die Männer wurden wegen gemeinschaftlicher Urheberrechtsverletzung zu jeweils einer Bewährungsstrafe von 21 Monaten verurteilt. Der jüngere Verurteilte muss zusätzlich eine Strafe in Höhe von 75.000 Euro zahlen. Der ältere Angeklagte kam mit einer Geldstrafe von 1.500 Euro davon. Das Urteil ist rechtskräftig. Beide Angeklagten hatten vor Gericht ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Ursprüngliche Meldung vom 12.10.2015:

Am Montag hat vor dem Amtsgericht in Leipzig der Prozess gegen zwei 29 und 32 Jahre alte Männer begonnen. Den Angeklagten wird vorgeworfen, an der illegalen Streaming-Plattform Kino.to beteiligt gewesen zu sein und über die Seite gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzungen begangen zu haben.

Über die Plattform, so der Vorwurf weiter, sollen über 50.000 Raubkopien von Filmen und Serien verbreitet worden sein, die die Beschuldigten vorher auf Filehostern hochgeladen hatten.

Die Ermittler hatten im Jahr 2011 zum Schlag gegen Kino.to ausgeholt und das Streaming-Portal dabei offline genommen. Es ist nicht das erste Verfahren gegen die Betreiber von Kino.to. Der aus Leipzig stammende Gründer der Plattform wurde bereits zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2133360