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Zwangsregistrierung: Klage eines Studenten gegen Microsoft erfolgreich

22.11.2001 | 14:58 Uhr |

Was speichert Microsoft bei einer Office XP-Registrierung? Ein Student aus Rostock hatte Einblick in seine Daten bei Microsoft gefordert. Nachdem Microsoft ihm lediglich mit einer nichtssagenden Form-Mail antwortete, reichte der Student eine Klage vor dem Amtsgericht Rostock ein. Seiner Forderung nach Auskunft über die über ihn gespeicherten Daten wollte er so Nachdruck verleihen. Kaum war die Klage bei Microsoft eingegangen, erhielt der Student vom Software-Unternehmen die verlangte Auskunft. Der Rechtsanwalt des Studenten empfiehlt allen Nutzern von Microsoft-Software, ihr Recht auf Auskunft über die über sie gespeicherten Informationen in Anspruch zu nehmen. Die Gesetze würden es dem Anwender sogar erlauben, auf eine Löschung aller persönlichen Daten zu beharren.

Was speichert Microsoft bei einer Office XP-Registrierung? Ein Student aus Rostock hatte Einblick in seine Daten bei Microsoft gefordert. Nachdem Microsoft ihm lediglich mit einer nichtssagenden Form-Mail antwortete, reichte der Student eine Klage vor dem Amtsgericht Rostock ein.

In dem betreffenden Fall hatte der Student aus Rostock das Microsoft-Programm Office XP erworben. Das Programm verlangt für die dauerhafte Nutzung eine Registrierung und verweigert ansonsten seinen Dienst nach 50 Programmaufrufen. Der Student ließ das Paket online über das Internet bei Microsoft registrieren.

Aufgrund von Medienberichten über die Unklarheiten der Details zu den von Microsoft gespeicherten Daten, verlangte der Student schriftlich Auskunft darüber, welche Daten über ihn tatsächlich gespeichert worden sind.

Microsoft beantwortete die Anfrage nach zwei Wochen lediglich mit einem allgemeinen Link auf eine Website von Microsoft .

Der Student gab sich damit jedoch nicht zufrieden, beharrte auf eine Auskunft und reichte Klage beim Amtsgericht Rostock ein.

Nachdem Microsoft die Klage zugestellt wurde, erteilte das Software-Unternehmen dem Studenten die geforderte Auskunft. Außerdem versprach Microsoft dem Studenten, die Kosten für die Klage zu übernehmen. Die verspätete Auskunft wurde damit begründet, dass die Anfrage des Studenten versehentlich fehl geleitet worden sei.

Microsoft betont, dass keine personenbezogenen Daten von Office XP-Anwendern in Deutschland gespeichert werden. Die von den Anwendern hierzulande gemachten Angaben würden beim "Microsoft Activation Clearing House" in Redmond und als Backup in Federal Way in Washington gespeichert. Außerdem weist Microsoft darauf hin, dass keine Informationen über Hardwarekomponenten selbst gespeichert würden. Es werde lediglich ein Hardwarecode errechnet, der ausschließlich für Aktivierungszwecke gespeichert werde. Rückschlüsse auf die verwendeten Hardwarekomponenten könnten aus dem Hardwarecode nicht gemacht werden.

Lediglich alle vom Anwender ausgefüllten Felder und der errechnete Hardwarecode selber werden laut Microsoft bei der Registrierung übertragen.

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