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Zusammenhang von Handystrahlung und Tumoren untersucht

Die meisten Handynutzer werden dieser Art von Studien mittlerweile überdrüssig sein, daher werden sie vermutlich hoffen, dass alle Kritiker mit der folgenden Studie endgültig beruhigt sein werden. Denn nachdem noch vor einigen Monaten die Warnungen der Wiener Ärztekammer vor Handystrahlen hohe Wellen in der Medienlandschaft schlugen, dürfte die folgende von britischen Wissenschaftlern durchgeführte Studie nun endlich zu einer Versachlichung der Diskussion führen. Sie interviewten innerhalb von vier Jahren 966 in Großbritannien lebende Tumorpatienten und 1.716 gesunde Kontrollpersonen. Die epidemiologische Erhebung ergab keine Hinweise dafür, dass das Telefonieren mit einem Handy das Risiko der Entstehung eines Tumors erhöhte oder dass ein verstärkter Handyeinsatz das Risiko erhöhte.



Dennoch gibt es kritische Stimmen, die die Zuverlässigkeit der Ergebnisse anzweifeln. Demnach sei der Zeitraum, in dem die Studie durchgeführt wurde, zu kurz, um die Langzeitschäden bei jahrelanger Handynutzung feststellen zu können. Zudem werden Interviews mit Gehirntumorpatienten als problematisch angesehen, da sie fallweise auch unter kognitiven Problemen leiden könnten.

Daher kann nicht ausgeschlossen, dass uns auch in Zukunft mal besorgniserregende und mal wieder beruhigende Studienergebnisse erreichen werden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass möglicherweise erst in zehn Jahren sichere Aussagen über die Langzeitrisiken des Einsatzes von Mobiltelefonen gemacht werden können.

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