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Zunahme der Angriffe auf Instant Messenger

04.01.2006 | 14:34 Uhr |

Im Dezember 2005 stiegen die Angriffe um mehr als 800 Prozent gegenüber 2004.

Zu den Malware-Trends im Jahr 2005 gehört auch die Zunahme von Schädlingen, die über Instant Messenger (IM) verbreitet werden. Das auf diese Kommunikationsmittel spezialisierte Sicherheitsunternehmen IM Logic meldet, dass die Zahl der verschiedenen Angriffe auf Instant Messenger von Dezmeber 2004 bis Dezember 2005 um mehr als 800 Prozent zugenommen habe.

Das Unternehmen bietet mit seinem "IMlogic Threat Center" einen aktuellen Überblick über die Bedrohungslage und über neu entdeckte Schädlinge. Bei den meisten Angriffen werden kurze Mitteilungen verschickt, die einen Download-Link enthalten. Ein kurzer Satz soll den Eindruck erwecken, es handele sich bei der verlinkten Datei zum Beispiel um ein Foto oder um eine Grußkarte. Tatsächlich ist es jedoch ein Wurm oder ein Trojanisches Pferd.

Hauptziel solcher Attacken sind MSN (MSN Messenger, Windows Messenger) und AOL (AIM, ICQ), mit deutlichem Abstand gefolgt vom Yahoo Messenger. Im Dezember 2005 tauchte zum Beispiel ein von IM Logic als "IM.GiftCom.All" bezeichneter Wurm auf, der gleich mehrere Messenger-Dienste nutzte ( wir berichteten ). Insgesamt wurden im Dezember jedoch weniger neue IM-Schädlinge (241) entdeckt als noch im November (307) und Oktober (294).

Sicherheitslösungen, die auch Instant Messenger schützen, sind mittlerweile ein wichtiger Teil der IT-Sicherheitsmaßnahmen, besonders in Unternehmen. Ein Virenscanner auf dem Mail-Server genügt längst nicht mehr. Ein möglichst häufig aktualisierter Virenwächter auf jedem Arbeitsplatzrechner sollte allerdings die meisten IM-Schädlinge spätestens dann unschädlich machen, wenn sie beim Download auf der Festplatte gespeichert werden.

Symantec übernimmt IM Logic

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