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Mozilla lädt zum großen Brainstorming

06.08.2008 | 14:43 Uhr |

Mozilla ruft Anwender dazu auf, sich an einem neuen Projekt zu beteiligen, dass sich mit der Zukunft des Internets beschäftigt. Unter anderem sucht man nach innovativen Ideen für Programmoberflächen und Browserbedienung.

Als Teil des Projekts arbeitet Mozilla Labs zusammen mit Adaptive Path an der Browserbedienung Aurora, die zeigen soll, wie der Browser der Zukunft einmal aussehen könnte. Die Produktentwickler und Berater von Adaptive Path sind verantwortlich für das neue Design der MySpace-Website.

Der erste Teil eines mehrteiligen Aurora-Demo-Videos zeigt, wie Anwender künftig einen Browser als Kollaborationssoftware mit direkt eingebauten Instant-Messaging-Funktionen nutzen. Auch wie sich Daten direkt zu anderen Browser-Nutzern schicken lassen, so dass diese direkt im Browser Zugriff darauf haben, demonstriert das Video.

Mozilla hofft, dass Anwender ähnliche Ideen zur besseren Interaktion durch neuartige Bedienoberflächen und Benutzerschnittstellen zu dem Projekt besteuern. In seinem Aufruf erklärt Mozilla-Labs-Vizepräsident Chris Beard, dass sich Mozilla ausdrücklich an die breite Öffentlichkeit wende. Es sollen nicht nur Software-Entwickler oder Programmierer an dem Projekt teilnehmen.

„Wir laden jeden herzlich zum Mitmachen ein. Besonders interessant für uns sind Designer, die sich normalerweise nicht mit Open-Source-Projekten beschäftigen. Uns geht es darum, dass möglichst viele teilnehmen, nicht um fertige Anwendungen.“

Konzepte können als Ideen, Modelle oder Musteranwendungen in das Projekt eingebracht werden. Unter Ideen versteht Beard kurze Textvorschläge oder sogar Stichpunkte, die einen Gestaltungsprozess in Gang bringen. Mit Modellen meint er Bilder, Skizzen oder Videos.

„Ideen in Textform sind prima, aber manchmal sagt ein Bild einfach mehr“, erklärt Beard. „Visuell dargestellt wird eine Idee oft handfester und leichter zu begreifen.“

Interessierte können auch Musteranwendungen mit minimalem Programmieraufwand einreichen, um zu zeigen, wie die Anwendung funktioniert und wie Nutzer damit interagieren können.

Die einzige Voraussetzung zur Teilnahme an dem Projekt ist, dass alle Konzepte und verwendetes Quellmaterial lizenzfrei und frei verwendbar sind. Ideen und Modelle müssen also unter einer Creative-Commons-Lizenz, Musterprogramme unter einer öffentlichen Mozilla-Lizenz stehen. Nur so könne man erfolgreich an der Entwicklung zusammenarbeiten.

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