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Zugradar der Deutschen Bahn gestartet

27.08.2013 | 15:09 Uhr |

Mehr Durchblick bei der Deutschen Bahn: Mit der Vorstellung ihres neuen Webdienstes "Zugradar" sollen Züge und deren Verspätungen von nun an live im Internet angezeigt werden. Die Genauigkeit lässt allerdings noch etwas zu wünschen übrig.

Über die Verspätung des eigenen Zuges wurde man bislang erst informiert, wenn es schon zu spät war und man bereits am Gleis stand. Das soll sich jetzt ändern: Der neue Online- Dienst der Deutschen Bahn (DB) ermöglicht es, die aktuelle Position des Zuges zu ermitteln, indem man ihn entweder im Gesamtnetz der DB auf einer dynamischen Karte sucht, oder aber eine Zugnummer eingibt. Es ist ebenfalls möglich, sich alle Zugverbindungen anzeigen zu lassen und dann den jeweiligen Zug auszuwählen.

Wie der Zugradar funktioniert


Klickt man einen der Züge an, so erhält man detaillierte Informationen, etwa auch zu geplanten Verspätungen. Einziges Manko des Dienstes: Die Genauigkeit lässt zu wünschen übrig, denn die Züge werden nicht per GPS geortet, um ihren Standpunkt zu erfassen. Die Berechnung der Position des Zuges wird über sogenannte Zuglaufmeldungen durchgeführt. Das heißt, dass es Ein- und Abfahrtsmeldungen an den jeweiligen Bahnhöfen gibt, an Hand derer sich auch Verspätungen prognostizieren lassen. Die Strecke zwischen den Bahnhöfen wird mit einer konstanten Geschwindigkeit berechnet und es wird davon ausgegangen, dass der Zug die kürzeste Strecke nimmt. Falls der Zug allerdings unvorhersehbar auf der Strecke anhalten oder aber einen Umweg einschlagen muss, kann das vom System erst am nächsten Bahnhof erfasst werden.


"Mit dem Zugradar können unsere Kunden das aktuelle Betriebsgeschehen aller DB-Züge auf einen Blick verfolgen. Damit wird die aktuelle Situation der ausgewählten Zugfahrt schnell und einfach visualisiert", sagte DB-Personenverkehr-Vorstand Ulrich Homburg. Wenn man sich nur für einen bestimmten Zug interessiert, kann man alle anderen ausblenden und zudem den kompletten Laufweg des Zuges verfolgen.


Trotz der möglichen Ungenauigkeiten ist der Dienst eine gute Möglichkeit, mehr Transparenz über den Alltag der Bahn und deren Pünktlichkeit zu schaffen. In einer nächsten Stufe ist geplant, auch das S-Bahn Netz in den Dienst miteinzubeziehen. So können beispielsweise bald auch Verspätungen auf der Münchner Stammstrecke schnell verifiziert werden. Ein Starttermin hierfür ist allerdings noch nicht bekannt gegeben worden.


Auch mobile Geräte sollen den Dienst der DB anbieten


Der Zugradar funktioniert derzeit nur über einen gewöhnlichen Browser und ist für Desktop-Computer und Notebooks optimiert, soll aber demnächst auch als App erhältlich sein. Zunächst werden im Oktober die iOS und Windows Phone Nutzer davon profitieren, ab Dezember ist die App dann auch für iPad-Nutzer und alle Android-Fans auf Smartphones oder Tablets erhältlich.


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