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Zwei günstige Kamera-Stative im Test

26.07.2010 | 11:37 Uhr |

Wackelfrei für unter 20 Euro fotografieren – geht das? Wir testen zwei Stative dieser Preisklasse und verraten, ob sie günstig oder billig sind.

In lichtarmen Situationen – etwa bei Nachtaufnahmen – sind auch hochwertige Kameras oft auf ein Stativ angewiesen. Denn damit sind lange Verschlusszeiten und große Blenden für die optimale Belichtung bei sehr geringer Verwacklungsgefahr möglich. Der Fotograf muss in der Regel auch keine verrauschten Bilder aufgrund zu hoher ISO-Werte befürchten. Doch Profi-Stative sind teuer – 100 Euro aufwärts keine Seltenheit. Wir testen zwei günstige Stative für unter 20 Euro.

Das "Profi-Alu-Stativ für Photo- und Videokameras" ist ein bis zu 157 cm hoher Dreibeiner. Praktisch: Das 1,3 kg schwere Stativ lässt sich zusammengeklappt in der mitgelieferten Nylontasche transportieren. Zwei kleine eingebaute Wasserwaagen helfen beim geraden Aufstellen. Per Kurbel lässt sich der Dreibeiner sachte auf seine maximale Höhe ausfahren. Der 3-Wege-Kopf lässt sich horizontal um 360 Grad und vertikal von -90 bis +90 Grad ausrichten. Die Verarbeitung macht keinen Profi-Eindruck.

Viel schlimmer ist aber, dass das Stativ vor allem im voll ausgefahrenem Zustand etwas wacklig auf den Beinen ist: Starker Wind oder auch nur das Auslösen und damit verbundene Zurückfedern der Kamera können Bilder ruinieren.

Vermeidungsstrategien: Fernauslöser, Zeitauslöser oder Stativaufbau auf nur halber Höhe. Profis ist vom Profi-Alu-Stativ klar abzuraten – Gelegenheitsknipser und preisbewußte Hobby-Fotografen können für günstige 19,90 bei Pearl über die Schwächen hinwegsehen.

Das "Somikon ultraflexible, superbiegsame Dreibein-Kamerastativ" ist ein Hingucker. Seine gummiartigen schaumstoffummantelten Beine lassen sich fast beliebig biegen. Somit eignet sich das Somikon vor allem für unebenen Untergrund wie Felsen oder abschüssiges Gelände. Die Beine sind nur 27cm lang, das macht das Stativ aber auch zum platzsparenden und mit 162 Gramm auch sehr leichten Begleiter. Der Kugelgewinde-Kopf erlaubt eine flexible Ausrichtung. Auch dank der rutschfesten Gummifüße steht das Somikon recht stabil.

Achtung: Die Anleitung weist darauf hin, dass das Stativ für Spiegelreflexkameras aufgrund des hohen Gewichts nicht geeignet ist. In unserem Test mit einer Sony Alpha 500 samt Kit-Objektiv gab es jedoch kein Problem. Wer schwere Teleobjektive einsetzen will, sollte jedoch ein Zweit-Stativ dabei haben. Bei Pearl kostet das Stativ 12,90 Euro .

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