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Windows 7 sollte nur in zwei Versionen kommen

12.02.2009 | 10:01 Uhr |

Gleich in sechs Varianten will Microsoft sein neues Betriebssystem Windows 7 auf den Markt bringen. Zwei Varianten mit einem flexiblen "Zukauf-Modell" wären deutlich sinnvoller, finden Experten.

Zwei Versionen hätten ausgereicht, meint Rüdiger Spies von IDC. Der Berater plädiert für ein Preismodell mit einer günstigen Basisversion, zu der die Kunden nach Wunsch einzelne Komponenten zukaufen können.
Vergrößern Zwei Versionen hätten ausgereicht, meint Rüdiger Spies von IDC. Der Berater plädiert für ein Preismodell mit einer günstigen Basisversion, zu der die Kunden nach Wunsch einzelne Komponenten zukaufen können.
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Die ursprüngliche Ankündigung von Microsoft , sein neues Betriebssystem in zwei Haupt-Varianten auf den Markt zu bringen, ließ hoffen, dass man sich in Redmond zu einem einfacheren Modell als bei Windows Vista durchgerungen hat: Windows 7 Home Premium für Privatnutzer und Windows 7 Professional für Firmen. So könnte man ein Interview mit dem für das Windows zuständigen General Manager Mike Ybarra interpretieren, das Microsoft auf seiner Webseite veröffentlicht hat. Liest man die Äußerungen von Ybarra allerdings genau, kommt man schnell zu dem Schluss: Tatsächlich wird es Windows 7 in sechs Variationen geben.

Neben den beiden Haupt-Versionen wird es noch die Editionen Windows 7 Starter , Windows 7 Home Basic und Windows 7 Ultimate geben. Schon bei Vista hatten Experten immer wieder das Versions-Chaos kritisiert, das von einer zur nächsten Windows-Version immer schlimmer zu werden scheint.

"Das wird jetzt mit Windows 7 nicht wirklich viel besser", urteilt Rüdiger Spies, Independent Vice President Enterprise Applications beim Beratungshaus IDC . Die grundlegende Aussage Ybarras, es werde zwei Hauptvarianten geben, bezeichnet er als positiv. "Wenn es dabei bliebe, wäre alles wunderbar", sagt Spies. Auch eine zusätzliche Enterprise-Version ergibt einen Sinn, weil diese zusätzliche Sicherheits- und Administrationsfunktionen für den Einsatz in großen Firmen bietet. Doch für die Vielfalt von sechs Varianten zeigt Spies wenig Verständnis.

Die Variante Windows 7 Starter soll speziell für Netbooks geeignet sein. Für IDC-Mann Spies ist das unverständlich: "Die Netbooks werden immer leistungsfähiger, außerdem soll Windows 7 weniger Ressourcen verbrauchen als Vista - auf einem Netbook sollte also auch Home Premium laufen."

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