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Chatroulette.com erhält einen Geschlechtsteil-Filter

16.06.2010 | 12:20 Uhr |

Der Betreiber und Erfinder von Chatroulette.com will seinem Dienst einen Filter spendieren, der Geschlechtsteile erkennen soll, die die Anwender in die Webkamera halten.

Mittels Chatroulette.com lassen sich nicht nur witzige Live-Konzerte durchführen (siehe Video unten). Wer den Dienst kennt, der weiß, dass man regelmäßig auf Anwender stößt, die nicht jugendfreie Dinge vor der Kamera tun oder halten… Daher lachte auch das ganze Web, als im Nachrichten-Sender N-TV der Dienst live (!) vorgestellt wurde und passierte, was passieren musste . Und auch bei Southpark wurde dieses Thema aufgegriffen .

Das alles sorgt natürlich für einen schlechten Ruf des Dienstes. Der 17jährige russische Erfinder des Dienstes, Andrey Ternovskiy, plant daher eine Software in seinen Dienst zu integrieren, die Geschlechtsteile erkennt und verhindert, dass diese Chat-Teilnehmer überhaupt mit anderen Nutzern verbunden werden. Dabei scannt die Software das von der Webcam aufgenommene und übertragene Bild. Außerdem sollen die Nutzer künftig die Möglichkeit erhalten, andere Nutzer, die den Dienst für sexuelle oder anstößige Handlungen nutzen, zu melden.

Das Ternovskiy versucht, seinen Dienst jugendfrei zu machen, dürfte auch mit der Suche nach Investoren für den Dienst zusammenhängen. In einem Interview hatte der Jugendliche erklärt, dass er es sich durchaus vorstellen könnte, ein Unternehmen rund um Chatroulette zu gründen.

Im selben Interview hatte Ternovskiy übrigens auch verraten, dass Chatroulette.com in Deutschland gehostet wird. Dies hatte er damit begründet, weil in Deutschland eine Reihe von Backbones europäischer Netzwerke zusammen treffen und damit der Ort gut geeignet sei, um ein Projekt zu hosten, dass eine weltweite Zielgruppe habe.

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