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Zombie-Macher nutzen E-Cards

Mail-Grußkarten sind inzwischen ein beliebtes Refugium für Angreifer geworden, die unbemerkt Schad-Software auf Rechnern installieren wollen.

Nach Erkenntnissen des Sicherheitsspezialisten Surfcontrol sind Mail-Grußkarten inzwischen ein beliebtes Refugium für Angreifer geworden, die unbemerkt Schad-Software auf Rechnern installieren wollen. Solche infizierten Zombie-PCs lassen sich später für alle möglichen Attacken nutzen.

Der Anteil von gefälschten Grußkarten mit Schadcode hat gegenüber dem vergangenen Jahr um 90 Prozent zugenommen, berichtet unsere Schwesterpublikation Tecchannel . In den USA sind laut den Sicherheitsexperten rund 50 Prozent solcher mit Schadcode verseuchter Mails als Grußkarten getarnt.

Den Absendern geht es dabei weniger um vertrauliche Daten der Benutzer, wie beim Phishing, vielmehr übernehmen sie den Rechner möglichst unbemerkt, um ihn später für ihre Zwecke einzusetzen. Und die können sehr unterschiedlich sein. Ein solches Netzwerk an Zombie-PCs lässt sich - je nach Grad der Verseuchung - etwa für DoS-Attacken oder auch zum Spam-Versand missbrauchen.

Die Tricks der Zombie-Macher ähneln allerdings denen der Phishing-Versender. Die Mails versuchen den Benutzer auf Web-Seiten zu locken, auf denen die vermeintliche Grußbotschaft hinterlegt ist. Außerdem versuchen die Angreifer den Absender möglichst echt erscheinen zu lassen.

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