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Zoll verfolgt Produktpiraterie auf der CeBIT

18.03.2007 | 15:08 Uhr |

Auch in diesem Jahr ist Produktpiraterie ein Thema auf der Computer- und Entertainment-Messe CeBIT in Hannover. Auf der Suche nach Ausstellern, die ohne Erlaubnis fremde Technik benutzen oder kopieren, sind Zollbeamte und Fachanwälte auf der Messe unterwegs.

Der Zoll habe bereits eine ganze Kleinbusladung möglicher Plagiate auf der CeBIT sichergestellt, teilte Oberstaatsanwalt Manfred Knothe mit. Darunter beispielsweise eine bestimmte Technik einer Spezialfirma zur Bearbeitung von Audio-Daten. Wie die „ Hannoversche Allgemeine Zeitung “ berichtet, seien auch bereits mehrere Kisten Navigationsgeräte, Digitalkameras, Handys und MP3-Player sichergestellt worden.

Der Zeitung zufolge habe unter anderem die italienische Firma Sisyel die hannoverschen Behörden auf mögliche Plagiate aufmerksam gemacht. Sisyel ist Lizenznehmer an unterschiedlichen Patenten der MPEG-Technologie, welche unter anderem die France Telecom innehat. Das Unternehmen liefert sich schon seit längerem Rechtsstreitigkeiten aufgrund von Patentrechtsverletzungen mit anderen Firmen.

Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin waren bereits im vergangenen Jahr zahlreiche MP3-Player der Elektronikherstellers SanDisk beschlagnahmt worden. Um welche Unternehmen es sich bei den Beschlagnahmungen auf der diesjährigen CeBIT handelte, wollte die Staatsanwaltschaft nicht preisgeben. Dabei handele es sich jedoch um „mehr als zehn“ Aussteller der Computermesse. Richterliche Durchsuchungsbeschlüsse lagen für alle betroffenen Stände vor.

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