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Mitsubishi bringt OLED-Riesen auf den Markt

28.09.2010 | 14:39 Uhr |

Smartphones sind immer noch die führende Anwendung für OLED-Displays. Außer Prototypen war bisher kaum eines in TV-Größe zu sehen. Mitsubishi Electric hat nun mit dem Verkauf eines "Diamond Vision" genannten 155-Zoll-Boliden begonnen.

Smartphones sind mit großem Abstand immer noch die führende Anwendung für OLED-Displays. Außer Prototypen war bisher kaum eines in ausgewachsener TV-Größe zu sehen. Mitsubishi Electric hat nun mit dem Verkauf eines "Diamond Vision" genannten 155-Zoll-Boliden begonnen.

Der bisher größte marktfähige OLED-Fernseher ist der 15-Zöller 15EL9500 von LG Electronics. Vorher war es der 11-Zöller "XEL-1", den Sony im Januar 2009 zum Preis von fast 4.000 Euro auf den deutschen Markt gebracht hatte. Allerdings handelt es sich bei den OLED-TV-s schon um die Aktivmatrix- und nicht wie bei Mitsubishi um ein Passivmatrix-Display.

Das von Mitsubishi 2009 präsentierte Demo-System mit 1.920 x 3.456 mm (etwas mehr als 6,6 qm) war auch nicht sonderlich hoch auflösend, denn es bot insgesamt nur 320 x 576 Pixel mit jeweils 96 x 96 mm, wobei sich das Bild aus gekachelten (tiled) Vollfarb-PMOLEDs zusammensetzt.

Die kommerziellen Systeme werden aus größeren OLED-Kacheln, sogenannten Standardmodulen mit 384 × 384 mm und 128 x 128 Pixel zusammengesetzt und lassen sich auch zu meterlangen Bildwänden oder im Rund aufbauen.

Trotz des großen Pixelabstands von 3 mm (50 mal mehr als bei einem VGA-Smartphone) und trotz rückläufiger Verkaufszahlen sind PMOLEDs insofern interessant, dass der Produktionsausschuss der kleinen Kacheln ganz im Gegensatz zu AMOLEDs sehr gering ist.

DisplaySearch rechnet damit, dass der OLED-Weltmarkt bis 2016 auf ein Volumen von 7,1 Milliarden Dollar anschwillt. 2008 waren es gerade mal 600 Millionen Dollar. AMOLED ist zwar noch sehr jung, soll sich gegenüber PMOLED aber im Laufe der Zeit immer mehr durchsetzen. (kh)

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