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Zoll-Auktionen im Internet

13.03.2001 | 15:47 Uhr |

Tausende beschlagnahmte Schnaps-Flaschen, gepfändete Möbel, Autos oder Antiquitäten versteigert der Zoll künftig per Internet. Zwei Mal im Monat wird die Ausbeute aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland in Internet-Auktionen angeboten.

Tausende beschlagnahmte Schnaps-Flaschen, gepfändete Möbel, Autos oder Antiquitäten versteigert der Zoll künftig per Internet. Die zentrale hessische Vollstreckungsstelle des Zolls in Bad Hersfeld bietet die Ausbeute aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland seit Februar probeweise zwei Mal im Monat in Internet-Auktionen an.

Das Angebot umfasse alle möglichen Gegenstände und Produkte, die der Zoll einzieht oder bei nicht zahlungsfähigen Schuldnern pfändet, sagte der stellvertretende Leiter der Vollstreckungsstelle, Reiner Emmerich.

Die Internet-Versteigerungen sind auch für Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) lukrativ. Die Beamten des Zolls pfänden im Auftrag des Bundes Möbel, Autos, Geräte oder Kunstgegenstände von Menschen, die finanzielle Forderungen des Bundes - wie etwa die Rückzahlung von Arbeitslosengeld - nicht begleichen können.

Bei den Internet-Auktionen lasse sich für viele Angebote ein weit höherer Erlös erzielen als bei herkömmlichen Auktionen, sagte der Internet-Experte bei der Oberfinanzdirektion Koblenz, Michael Heeg. (PC-WELT, 13.03.2001, dpa/ ml)

Zoll-Auktion im Internet

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